Postbank-Verkauf-Alternative
Deutsche Bank prüft Fusion ihrer Bauspar-Sparte mit BHW

Wenn die Deutsche Bank die Postbank nicht wie geplant verkauft, könnte sie die Bausparkassen BHW und Deutsche Bank Bauspar fusionieren, sagen Insider. Die Institute arbeiten bereits seit 2014 zusammen.
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Die Deutsche Bank prüft, die Bausparkassen BHW und Deutsche Bank Bauspar zu fusionieren, falls sie sich nicht wie geplant spätestens 2018 von der Postbank trennt. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus hochrangigen Kreisen der Postbank. Der Zusammenschluss wäre ein wichtiger Schritt bei einer Re-Integration der Postbank in den Deutsche-Bank-Konzern. Entsprechende Pläne habe es bereits gegeben, bevor die Deutsche Bank Anfang 2015 beschloss, sich von der Postbank zu trennen, berichten Insider. Anfang 2014 hatten beide Bausparkassen bereits eine gemeinsame Produktoffensive unter der Marke BHW gestartet, die Zusammenarbeit haben sie mittlerweile wieder beendet. Vor allem die BHW leidet unter dem Niedrigzinsumfeld und einer großen Zahl hochverzinster Altverträge, im ersten Halbjahr machte sie 28 Millionen Euro Verlust. Ein Sprecher der Postbank wollte die Pläne nicht kommentieren.

Die Deutsche Bank will die Postbank an die Börse bringen, doch die Pläne haben sich schwieriger gestaltet als erwartet. Ein Börsengang im kommenden Jahr gilt mittlerweile als nahezu ausgeschlossen. Deshalb gilt in Kreisen der Deutschen Bank und der Postbank auch eine Integration der Postbank in den Deutsche-Bank-Konzern als realistische Option. Von der Postbank würde in diesem Fall mittelfristig nur die Marke erhalten bleiben. Offiziell hält die Deutsche Bank bisher an den Plänen zum Börsengang fest. „Das Timing ist unklarer geworden, obwohl es klare Aussagen des Vorstands gibt“, sagte Postbank-Chef Frank Strauß zum geplanten Börsengang am Mittwoch in Frankfurt.

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