Private Bausparkassen
Neugeschäft bricht um fast ein Fünftel ein

Die Zahl der Neuabschlüsse ist um 18,2 Prozent auf 1,4 Millionen zurückgegangen. Das Minus erklärt der Verband der privaten Bausparkassen mit Tarifumstellungen. Ein weiterer Grund sei die Zinspolitik der EZB.
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Frankfurt/MainBei den Bausparkassen in Deutschland ist das Neugeschäft um fast ein Zehntel eingebrochen. Der Verband der privaten Bausparkassen teilte am Donnerstag mit, im vergangenen Jahr seien Verträge über eine Bausparsumme von 57,4 Milliarden Euro abgeschlossen worden, 9,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Marktanteil der privaten Bausparkassen wie Schwäbisch Hall, Wüstenrot oder BHW sei damit im Vergleich zu den Landesbausparkassen (LBS) aber nicht gesunken. Die Zahl der Neuabschlüsse bei den privaten Bausparkassen ging sogar um 18,2 Prozent auf 1,4 Millionen zurück.

Der Verband erklärte das Minus mit Tarifumstellungen, die im Jahr zuvor zu Vorzieheffekten geführt hätten. Zudem schrecke die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) neue Kunden ab. „Sie wirkt als Motivationsbremse für langfristig angelegtes, regelmäßiges Sparen“, sagte Verbandschef Andreas Zehnder. Die Bausparkassen selbst machten aber auch Negativ-Schlagzeilen mit der Kündigung mehrerer hunderttausend Verträge, bei denen die Sparer hohe Zinsen bekamen, ohne die die relativ teuren Bauspardarlehen abzurufen. Inzwischen bieten die Baufinanzierer Tarife mit niedrigeren Spar- und Kreditzinsen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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