Das Geld der reichen Familien
Family Offices gründen eigenen Verband

Ob Vermögensverwalter oder Steuerberater: Immer mehr Unternehmerfamilien beauftragen Family Offices, ihnen die tägliche Mühsal abzunehmen. Nun wurde ein Verband gegründet, um sich abzugrenzen und Interessen zu vertreten.
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FrankfurtWenn es eins gibt, was Christoph Weber und Klaus-Dieter Erdmann stört, dann ist es der inflationäre Begriff der Family Offices. Ob Bank, Vermögensverwalter oder Steuerberater – alle haben die vermögenden Familien für sich entdeckt und wollen sich um ihre Finanzen kümmern. Die Kernvoraussetzungen, eine Familie gut zu beraten, seien nach Auffassung von Weber und Erdmann, die beide eigene Family Offices betreiben, von vielen Anbietern allerdings nicht erfüllt. Um sich abzugrenzen, aber auch um ihre Interessen zu vertreten, wurde nun ein Verband gegründet. Das erfuhr das Handelsblatt von den Beteiligten.

Dem „Verband unabhängiger Family Offices“ gehören neben Weber und Erdmann, sechs weitere Family Offices an – darunter Henkel und Oetker, sowie Yvonne Brückner, Professorin an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Prominentestes Mitglied ist Klaus Kuder, der vor einigen Monaten seinen Hut bei der Deutsche Oppenheim Family Offices nahm, dem Ableger der Deutschen Bank.

Vor eineinhalb Jahren gab es das erste Treffen dazu, ob ein Zusammenschluss sinnvoll sein könnte. „Am Anfang überwog die Skepsis, weil wir ja alle in einem gewissen Wettbewerb zueinander stehen und gerade die Single Family Offices in Ihrer Außenkommunikation eher zurückhaltend sind“, erzählt Weber. Doch es habe sich schnell eine Kollegialität gezeigt, die in der Idee mündete, einen eigenen Verband zu gründen.

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