Privatinstitute greifen Sparkassen an Großbanken eröffnen Jagd um Privatkunden

Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken müssen sich auf einen heißen Herbst einstellen. Nachdem erst die ING Diba mit Billigangeboten den Marktführern das Leben schwer gemacht hat, wollen nun die Privatbanken den Kampf um die lange vernachlässigten Privatkunden aufnehmen.
Viele Institute locken mit einem kostenlosen Girokonto. Foto: dpa

Viele Institute locken mit einem kostenlosen Girokonto. Foto: dpa

FRANKFURT. Den Anfang macht die Commerzbank, die ab 6. Oktober eine millionenschwere Privatanlegerkampagne startet. Commerzbank-Vorstand Achim Kassow ließ im Gespräch mit dem Handelsblatt keinen Zweifel daran, wem er Kunden abspenstig machen will: „Die Kunden der lokalen Platzhirsche sind uns immer sehr willkommen.“ Eines der möglichen Lockmittel für Kunden sei ein kostenloses Girokonto, fügte er hinzu. Schon die Konzerntochter Comdirect, die Kassow bis Ende 2004 leitete, hatte mit diesem Produkt erfolgreich Kunden geworben.

Die Commerzbank würde mit einem solchen Angebot der Dresdner Bank folgen, die bereits im April ein solches Gehaltskonto eingeführt hatte und damit die Konkurrenz unter Zugzwang setzte. Die Hypo-Vereinsbank (HVB) zog vor drei Monaten mit einem zeitlich befristeten Angebot eines solchen Kontos nach. Finanzkreisen zufolge dürfte dies Mitte Oktober verlängert werden. Spekuliert wird außerdem, dass die Deutsche Bank bei der Neuausrichtung der gerade erworbenen Norisbank einen ähnlichen Ansatz verfolgt. Details hierzu werden Ende Oktober erwartet.

Branchenführer im deutschen Privatkundengeschäft sind wegen ihrer großen Filialnetze traditionell die Sparkassen und Kreditgenossenschaften. Da sie meist aber sehr hohe Gebühren erheben, konnte die Direktbank ING Diba in den letzten Jahren 5,4 Mill. Kunden gewinnen.

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