Privatisierung
Kroatien weist Offerte der Erste Group zurück

Für 103 Millionen Euro wollte die österreichische Erste Group Bank die kroatische HPB kaufen. Doch das Angebot war dem Finanzminister zu gering – er lehnte ab. Dabei braucht Kroatien die Einnahmen dringend.
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ZagrebDie österreichische Erste Group Bank hat in Kroatien eine Abfuhr erhalten. Die von den Österreichern gebotenen 789 Millionen Kuna (103 Millionen Euro) für den Kauf der staatlichen Hrvatska Postanska Banka (HPB) seien zu wenig, sagte Finanzminister Slavko Linic am Donnerstag. Die Einnahmen aus der Privatisierung der Bank wollte Kroatien nutzen, um sein Haushaltsdefizit zu verringern.

Die Erste Group hatte im Oktober eine unverbindliche Offerte abgegeben. Nach der genauen Prüfung der Bücher seien die Österreicher wohl zu dem Schluss gekommen, dass es zu viele Klagen und zuviele notleidende Kredite gebe, sagte Finanzminister Linic. Die ursprünglich ebenfalls interessierte ungarische OTP hatte bereits im Oktober abgewinkt.

HPB ist die letzte große kroatische Bank in staatlichen Händen und hat einen Marktanteil von rund 4,5 Prozent. Der kroatische Bankensektor wird von Töchtern ausländischer Banken dominiert. Die Erste Group ist mit einem Marktanteil von knapp 15 Prozent bereits das drittgrößte Finanzinstitut in Kroatien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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