Privatisierung schreitet voran Spanien verkauft sieben Prozent an Bankia

Der spanische Staat will die gute Wirtschaftslage nutzen, um möglichste viele Anteile an der Bank zu verkaufen, die er in der Finanzkrise gerettet hat. Die nun offerierten sieben Prozent sind rund 840 Millionen Euro wert.
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Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos erklärte jüngst, der Staat wolle seine restlichen Bankia-Anteile wegen der guten Wirtschaftslage so schnell wie möglich verkaufen. Quelle: Reuters
Bankia

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos erklärte jüngst, der Staat wolle seine restlichen Bankia-Anteile wegen der guten Wirtschaftslage so schnell wie möglich verkaufen.

(Foto: Reuters)

MadridSpanien schreitet mit der Privatisierung der verstaatlichten Bank Bankia voran. Der spanische Bankenrettungsfonds Frob will weitere sieben Prozent an Bankia-Aktien für rund 840 Millionen Euro verkaufen. Die Bank war in der Finanzkrise durch den Zusammenschluss von sieben spanischen Sparkassen entstanden, die im Zuge der Immobilienkrise in Schieflage geraten waren. Der spanische Staat rettete die Bank 2012 mit Hilfe von EU-Mitteln mit gut 22 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch. Inzwischen ist Bankia saniert und schreibt wieder Gewinne.

Um den Verkauf an einen privaten Investor zu erleichtern, fusionierte Bankia im Sommer mit der kleineren spanischen Bank Banco Mare Nostrum (BMN). Zusammen sind sie das viertgrößte Institut Spaniens.

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos erklärte jüngst, der Staat wolle seine restlichen Bankia-Anteile wegen der guten Wirtschaftslage so schnell wie möglich verkaufen. Die Bankia-Aktien sind in diesem Jahr um sieben Prozent gestiegen.

Nach dem nun angekündigten Verkauf hält er immer noch 60,6 Prozent an Bankia. Zuletzt hatte Spanien im Januar 2014 Bankia-Anteile an die Börse verkauft. Das Ziel ist, die Bank bis Ende 2019 komplett zu privatisieren und damit möglichst viel des Rettungsgeldes wieder einzuspielen.

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