Privatkunden
Nationalelf schiebt Commerzbank-Geschäft an

Der Erfolg der Nationalmannschaft beflügelt auch die Bilanzen der Commerzbank. Das zuletzt schwächelnde Privatkundengeschäft hat nach eigener Auskunft wieder zugelegt. Doch noch hat das Geldhaus sein Ziel nicht erreicht.
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FrankfurtDie Fußball-Weltmeisterschaft hat offenbar auch der Commerzbank geholfen. Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus, das seit April einen TV-Werbespot mit dem joggenden Bundestrainer Joachim Löw und der deutschen Nationalelf hoch und runter laufen ließ, konnte jedenfalls im zweiten Quartal in seinem schwächelnden Privatkundengeschäft nach eigenem Bekunden zulegen.

Der für den Umbau des Filialgeschäfts zuständige Bereichsvorstand Michael Mandel sprach am Mittwoch in Frankfurt vom „besten Wachstumsquartal“ für die Sparte seit der Integration der Dresdner Bank nach 2008 – bezogen auf die Anzahl der Kunden und Konten.

Detaillierte Zahlen veröffentlicht die Commerzbank erst am 7. August. Mandel ließ sich aber schon ein bisschen in die Karten schauen: Von Januar bis Mai habe das Institut unter dem Strich 136.000 neue Privatkunden gewonnen und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Davon entfiel der Großteil auf die Monate April und Mai. Bis 2016 soll bei den Neukunden die Millionen-Grenze geknackt werden. Insgesamt sind es seit Beginn des Umbaus vor knapp zwei Jahren 380.000. „Auch beim Profit sehen Sie mich entspannt“, ergänzte Mandel mit Blick auf das abgelaufene Quartal.

Während die Nationalelf auf ihrem langen Weg ihr Ziel bereits erreicht hat - den Titel bei der Weltmeisterschaft in Brasilien - muss sich die Commerzbank allerdings noch strecken, um mit ihren insgesamt gut elf Millionen Privatkunden mehr Geld zu verdienen. Bis 2016 soll der Gewinn der Sparte trotz niedriger Zinsen auf eine halbe Milliarde Euro steigen, 2013 waren es 225 Millionen.

Die klassischen Filialen werden derzeit modernisiert, um mehr Laufkundschaft anzulocken. Zusätzlich baut die Commerzbank ihr Online-Angebot aus, um den schnell wachsenden Direktbanken die Stirn zu bieten. Die eigene Onlinebank Comdirect bleibt erhalten. So lange beide Marken wachsen, gebe es keinen Grund, an dieser Zwei-Säulen-Strategie zu rütteln, bekräftigte Mandel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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