Privatkundengeschäft spielt Schlüsselrolle: Deutsche Bank muss mehr verdienen

Privatkundengeschäft spielt Schlüsselrolle
Deutsche Bank muss mehr verdienen

2004 wird ein spannendes und entscheidendes Jahr für die Deutsche Bank. Will die größte deutsche private Geschäftsbank voran kommen und bei der erwarteten Konsolidierung der Branche eine aktive Rolle spielen, muss sie mehr Geld verdienen.

FRANKFURT/M. „Die Deutsche Bank hat sich in den vergangenen Monaten für das was kommt, strategisch gut aufgestellt“, sagt Edgar Klein, Partner bei Deloitte Consulting in Deutschland. Die Kosten und das Risiko haben die Frankfurter wie kaum eine andere Großbank im Griff. Was noch fehlt ist eine höhere und stabile Ertragslage. Sprich: Die Deutsche Bank hat ihre gute Marktposition noch nicht in bare Münze umwandeln können.

Entscheidend in diesem Jahr wird deshalb sein, wie die Deutsche Bank im lange Zeit sträflich vernachlässigten Privatkundengeschäft aufholen und ob sie die Erträge im Investment-Banking kräftig steigern kann. Mehr denn je gilt der Marketing- Leitspruch der Deutschen Bank für das Institut selbst: „Leading to results – Wir führen zum Ziel“.

Die Chancen, dass die Deutsche Bank wieder mehr Gewinn macht, stehen dabei gar nicht so schlecht, glaubt Analyst Dieter Hein von Fairesearch: „Es gibt berechtigte Hoffnung auf einen Ertragsschub“, sagt Hein. Denn die Bank bekommt Rückenwind von den Märkten. Dadurch hellen sich besonders die Aussichten für das Investment-Banking auf, vor allem für das Aktiengeschäft und die Unternehmensfinanzierung. Die Position der Bank im Investment-Banking ist gut, sie rangiert in den meisten Bereichen auf Spitzenplätzen. Aber bislang konnte sie die günstigen Rahmenbedingungen noch nicht wie die US-Konkurrenten zu deutlich besseren Ergebnissen nutzen.

Eine Schlüsselrolle im Aufschwung der Deutschen Bank spielt das Privatkundengeschäft. Ausgerechnet – denn hier hat sie in den vergangenen Jahren mit strategischen Kapriolen Kunden und Mitarbeiter stark verunsichert. Trotz aller Lippenbekenntnisse von Konzernchef Josef Ackermann zum Standort Deutschland und zum Privatkundengeschäft gibt es ernsthafte Zweifel: „Die Strategie der Deutschen Bank leuchtet mir nicht ein. Die hängt nicht wirklich am Privatkundengeschäft“, argwöhnt ein Branchenkenner. Denn mehr als Bestandswahrung der rund 8 Mill. Privatkunden in Deutschland betreibe die Bank nicht. Ernsthafte Versuche im Massengeschäft Neukunden zu gewinnen, gebe es nicht.

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