Profitable Tochter
Unicredit schließt Börsengang der Hypo-Vereinsbank aus

Die Hypo-Vereinsbank an die Börse? Auf keinen Fall! Die Konzernmutter Unicredit hält an der profitablen deutschen Tochter fest. Trotzdem müssen sich Mitarbeiter wie Kunden auf Änderungen gefasst machen.
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MailandUnicredit-Verwaltungsratschef Giuseppe Vita schließt einen Börsengang der Tochter Hypo-Vereinsbank aus. „Wir werden die Hypo-Vereinsbank nicht an die Börse bringen. Wir wollen die HVB nicht verkaufen“, sagte Vita dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Zuvor hatte die „Financial Times“ (FT) darüber berichtet, dass der italienische Konzern die HVB teilweise an die Börse bringen wolle. Dies werde aber wohl erst in einigen Jahren der Fall sein, wenn die Hypo-Vereinsbank ihr angeschlagenes Privatkundengeschäft umgebaut habe. Zudem wolle Unicredit nach dem Rekordverlust im vergangenen Jahr die Fondstochter Pioneer Investment zu Geld machen.

Die HVB sei „ein Juwel“, betonte Vita im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Dank Theodor Weimer und dank der Tatsache, dass Deutschland nicht in die Rezession gerutscht ist, läuft die Bank sehr gut und zahlt uns Dividenden“, erklärte er.

Beim Filialgeschäft der HVB müsse die Bank jedoch das gesamte Konzept überdenken. „Die Kunden sind heute anspruchsvoller. Diese Ansprüche kann die Hausfiliale mit drei Mitarbeitern nicht erfüllen“, sagte Vita. „Wir setzen auf papierlose Filialen, in denen sie sich mit dem Experten für ihr Problem per Video in Verbindung setzen.“

Insgesamt bleibe die HVB und Deutschland Kerngeschäft. „Deutschland ist für uns Kerngeschäft. Nicht nur die HVB“, betonte Vita und fügte hinzu: „Im Unternehmenskunden-Geschäft und beim Investmentbanking läuft das Geschäft gut. Wir sind bisher in Bayern und Hamburg stark. Im Rest Deutschlands sehe ich noch Potential.“

Das vollständige Interview mit dem Unicredit-Verwaltungsratschef Giuseppe Vita finden Sie als Download im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin

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