Prognose
Milliardenverlust bei Munich Re erwartet

Analysten rechnen beim größten Rückversicherer mit einem Verlust von einer Milliarde Euro.
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DüsseldorfDer weltweit größte Rückversicherer wird am Montag tiefrote Zahlen mitteilen. Analysten erwarten im Schnitt, dass Munich Re einen Quartalsverlust von einer Milliarde Euro ausweisen wird. Pessimisten gehen sogar von 1,3 Milliarden Euro aus.

Der Versicherer von Versicherern muss hohe Schäden aus den Naturkatastrophen in Australien, Neuseeland und Japan verkraften. Mit 2,5 Milliarden Euro erwartet Munich Re hier bisher die höchsten Belastungen unter den weltweit tätigen Versicherern. Munich Re selbst sprach bisher nur davon, dass durch die Schäden aus Naturkatastrophen wie in Japan das Ergebnis für das erste Quartal "deutlich negativ" ausfallen werde.

Die Münchener erreichen damit eine Spitzenposition, auf die sie gerne verzichten würden. Bisher meldeten die Spezialisten für Großrisiken maximal hohe dreistellige Millionenverluste - wie zuletzt der Branchenzweite Swiss Re. Aber auch die Rückversicherer des Investors Warren Buffett aus dem Berkshire-Hathaway-Imperium und der Bermuda-Versicherer Partner Re mussten hohe Verluste wegen der zahlreichen Naturkatastrophen hinnehmen.

Munich Re hat bereits vor der Bilanzvorlage die Notbremse gezogen. Ein Aktienrückkaufprogramm wurde gestoppt und das Gewinnziel für 2011 kassiert. Denn es kann noch viel passieren. Die Rückversicherer fürchten insbesondere den Herbst, wenn die Hurrikans über den Atlantik fegen.

Wenn Munich Re in diesem Jahr unter dem Strich ein Gewinn von einer Milliarde bliebe und der an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet werden könnte, wäre das ein Erfolg, schätzen Experten. 2010 hatte der Konzern noch mehr als 2,4 Milliarden Euro verdient.

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