Protest in Indien
Eine Million Bankangestellte streiken gegen Reform

Am Donnerstag soll das indische Parlament einer Banken-Reform zustimmen. Private Investoren bekämen mehr Einfluss und Übernahmen würden einfacher. Gegen diese Reform protestieren über eine Million Bankangestellte.
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Mumbai Aus Protest gegen geplante Reformen sind am Mittwoch rund eine Million indische Bankangestellte in einen zweitägigen Streik getreten. Die Mitarbeiter der Finanzinstitute stemmen sich gegen die Pläne, die mehr Einfluss von privaten Investoren in der Branche ermöglichen sollen und Übernahmen vereinfachen könnten. Die Bankangestellten befürchten dadurch einen zu großen Eingriff in ihr Geschäft. Der Streik betrifft vor allem die staatlichen Banken, die etwa 70 Prozent der gesamten Branche ausmachen.

Es wird erwartet, dass das Parlament am Donnerstag einigen Neuregelungen zustimmt, die Investoren eine größere Rolle im indischen Bankensektor erlauben soll. Bislang ist die Beteiligung von ausländischen Investoren an öffentlichen indischen Banken bei 20 Prozent gedeckelt.

Einige große internationale Finanzkonzerne haben sich bereits in Stellung gebracht, um ihre Präsenz in der drittgrößten Wirtschaftskraft Asiens durch die Übernahme kleinerer regionaler Banken ausbauen zu können.

Indien ringt um Reformen in einigen wichtigen Industrien, wie dem Bankensektor, dem Handel oder der Versicherungsbranche. Zum Teil regen sich politische Widerstände oder es stehen den Neuregelungen Ängste vor einer Übermacht ausländischer Interessen entgegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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