Quartalsbericht
Deutsche Bank legt im Investment-Banking zu

Die Deutsche Bank steigert ihren Gewinn auf mehr als 750 Millionen Euro. Doch der Konzernumbau schlägt sich im Ergebnis nieder. Die Abfindungen gehen ins Geld und die Vermögensverwaltung bedarf einer Totalsanierung.
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FrankfurtDie Deutsche Bank hat im dritten Quartal dank anziehender Geschäfte im Investment-Banking mehr verdient als vor einem Jahr. Vor Steuern fuhr das Geldhaus einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 942 Millionen Euro) ein und traf damit in etwa die Analystenerwartungen. Unter dem Strich blieben 755 Millionen Euro in der Kasse, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Das sind drei Prozent mehr als vor einem Jahr, als der Gewinn angesichts der sich zuspitzenden Eurokrise eingebrochen war.

Allein im Investment-Banking stand ein Vorsteuergewinn von 662 Millionen Euro zu Buche. Hier profitierte die Deutsche Bank davon, dass im Spätsommer ihre Hauptdomäne, der Anleihehandel, wieder angesprungen war. Das hatte sich schon bei den Quartalszahlen der großen US-Rivalen gezeigt.

Die Aktien der Deutschen Bank waren am Vormittag Spitzenreiter im Dax. Das Papier notierte gegen zeitweise mit einem Plus von 3,4 Prozent bei 34,42 Euro.

Die beiden Co-Vorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen erklärten, die Deutsche Bank habe ein „starkes operatives Ergebnis“ erzielt. Sie habe dabei auch vom verbesserten Marktumfeld profitiert.

Allerdings wurde das Ergebnis auch durch Sonderbelastungen gedrückt, etwa durch den Konzernumbau. Im ersten vollen Quartal unter der Leitung der neuen Doppelspitze verbuchte die Bank Sonderbelastungen von 320 Millionen Euro durch den anstehenden Stellenabbau sowie weitere 289 Millionen für Rechtsstreitigkeiten.

Für das restliche Jahr erwartet Deutschlands größtes Geldhaus eine „moderat positive Entwicklung“, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht zum dritten Quartal. Es gehe weiter darum, Risiken und Kosten zu reduzieren. Die Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung werde speziell das Investmentbanking beeinträchtigen. Die Bank bekräftigte ihre Ziele für 2015, darunter jährliche Kostensenkungen von 4,5 Milliarden Euro.

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