Quartalsbilanz
JP Morgan steigert den Gewinn

Kostensenkungen und geringere Sonderlasten: Weil die US-Großbank JP Morgan in diesem Jahr deutlich weniger Prozesse zu bestreiten hat, steigert das Geldhaus im zweiten Quartal seinen Gewinn – um satte fünf Prozent.
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New YorkDie größte US-Bank JP Morgan hat dank Kostensenkungen und geringerer Sonderlasten mehr verdient. Der Überschuss stieg im zweiten Quartal um fünf Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar, wie das Geldhaus am Dienstag mitteilte. Während zahlreiche europäische Rivalen – auch die Deutsche Bank – noch immer mit Altlasten und der strengeren Regulierung in Folge der Finanzkrise kämpfen, verdienen viele US-Banken bereits wieder prächtig.

Im vorbörslichen US-Handel gewannen JP-Morgan-Aktien mehr als ein Prozent. Der Quartalsgewinn lag oberhalb der Analystenerwartungen, weil für Rechtsstreitigkeiten und den Umbau des Konzerns weniger Lasten anfielen.

Es gab aber auch Schatten in der Bilanz. So fielen die Einnahmen um drei Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar. Vor allem im wichtigen Handel mit festverzinslichen Wertpapieren gingen sie um 21 Prozent zurück. Rechnet man Sondereffekte wie Verkäufe heraus, hätte das Minus immer noch zehn Prozent betragen. Besser lief es dagegen im Aktienhandel und in der Vermögensverwaltung, wo es Zuwächse gab.

In den nächsten Tagen werden auch die Konkurrenten Bank of America, Citigroup sowie die Investmentbank Goldman Sachs ihre Quartalsbilanzen vorlegen. Im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren wird insgesamt bestenfalls mit stagnierenden Werten gerechnet. Vor allem im Juni waren die Märkte wegen der Griechenland-Krise und der Sorge, die Zinswende in den USA könnte später als gedacht kommen, für Banken schwierig.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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