Quartalsbilanz: Postbank rechnet mit Gewinnrückgang

Quartalsbilanz
Postbank rechnet mit Gewinnrückgang

Die Postbank verdient zwar mehr Geld mit den Kunden. Doch der Gewinn stagniert. Obendrein drücken Altlasten auf die Bilanz. Die Deutsche-Bank-Tochter rechnet daher mit einem Gewinnrückgang.
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FrankfurtDie Deutsche Postbank kommt trotz eines wachsenden Neugeschäfts beim Gewinn nicht voran. Der Nettogewinn stieg im ersten Quartal 2013 leicht auf 66 von 64 Millionen Euro im Vorjahr, wie die Deutsche-Bank-Tochter am Freitag in Bonn mitteilte. „Wir konnten unser Kundengeschäft trotz des schwieriges Marktumfeldes in wichtigen Bereichen ausbauen“, erklärte Postbank-Chef Frank Strauß. „Gleichzeitig haben wir die Risiken der Bank am Kapitalmarkt weiter verringert.“ Die Quote des harten Kernkapitals stieg dadurch auf 9,9 von 9,0 Prozent.

Für das Gesamtjahr rechnet die Postbank wegen des Abbaus riskanter Altlasten weiterhin mit einem Gewinnrückgang. 2012 hatte sie vor Steuern 386 Millionen Euro verdient, in den ersten drei Monaten 2012 standen 85 (89) Millionen zu Buche. Die Zahl der Postbank-Mitarbeiter schrumpfte im Zuge des Sparprogramms gegenüber dem Vorjahr um 640 auf 18.500.

Das Neugeschäft mit Ratenkrediten sei um 25 Prozent auf fast eine halbe Milliarde Euro gewachsen, mehr als 100.000 neue Girokonten seien eröffnet worden, erklärte die Bank. Insgesamt hätten nun 5,1 Millionen Menschen ein Girokonto bei der Postbank. Die Spareinlagen wuchsen von Januar bis März um 1,6 Milliarden auf 55,8 Millionen Euro.

Das Bauspargeschäft der Tochter BHW wuchs dagegen nur um 0,6 Prozent, in der Baufinanzierung verbuchte sie sogar einen Rückgang um 4,5 Prozent. Der Zinsüberschuss sank vor allem wegen des Rückzugs aus den USA auf 586 (680) Millionen Euro, der Provisionsüberschuss ging auf 280 (299) Millionen Euro zurück. Die Risikovorsorge musste nur noch um 84 (100) Millionen Euro aufgestockt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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