Quartalsergebnis
Commerzbank macht mehr Gewinn als Deutsche Bank

Gerade einmal drei Millionen Euro Steuern musste die Commerzbank im dritten Quartal zahlen und konnte deswegen den Gewinn zum Vorjahr steigern. Der Überschuss übertrifft damit den des Frankfurter Erzrivalen.
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DüsseldorfDie Commerzbank kommt beim Abbau ihrer Bilanzrisiken voran. Der Nettogewinn stieg im dritten Quartal leicht auf 77 (Vorjahr: 67) Millionen Euro, vor allem weil die Steuerlast mit drei Millionen Euro um 115 Millionen Euro niedriger ausfiel als im Vorjahr. Mit dem Überschuss übertrifft die Commerzbank das Ergebnis der Deutschen Bank, die wegen drohender juristischer Vergleichszahlen hohe Rückstellungen hatte bilden müssen und nach Steuern 51 Millionen Euro von Juli bis September verdient hatte.

Die Commerzbank profitierte auch davon, mit ihren schrumpfenden Beständen an Schiffs-, Staats- und Immobilienkrediten weniger Verlust erwirtschaftet zu haben als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Steuern halbierte sich bei bei der zweitgrößten deutschen Bank dagegen auf 103 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und soll im Schlussspurt des Jahres noch einmal weniger werden.

Vorstandschef Martin Blessing vertröstete die Aktionäre erneut: „Erste spürbare Erfolge der eingeleiteten strategischen Maßnahmen werden sich planmäßig erst mit Zeitverzögerung in unserer Ergebnisrechnung niederschlagen.“ Erste Auswirkungen der Initiativen etwa im Privatkundengeschäft seien aber sichtbar. Unter dem Strich bleibt nach neun Monaten ein Gewinn von 26 Millionen Euro – vor einem Jahr waren es fast 700 Millionen. Der Stellenabbau vor allem im Filialgeschäft und der Verkauf eines Pakets britischer Immobilienkredite verschlangen aber allein 650 Millionen Euro.

Die Commerzbank-Aktie lag vorbörslich 2,9 Prozent im Plus. Die Ergebnisse entsprachen in etwa den Prognosen von Analysten. Börsianer hatten der Bank schon zuletzt große Vorschusslorbeeren gegeben. Die harte Kernkapitalquote nach den Basel-III-Regeln sei wegen der verkleinerten Bilanzsumme innerhalb von drei Monaten auf 8,6 von 8,4 Prozent gestiegen. „Damit haben wir die Stabilität der Bank weiter erhöht“, sagte Blessing.

In der Mittelstandsbank – dem Aushängeschild der Bank – läuft es weniger gut als vor einem Jahr. Die Rückstellungen für faule Kredite steigen, und die Commerzbank hat Schwierigkeiten, im erhofften Maß neue Kunden zu gewinnen. „Erst 2014 dürfte die unternehmerische Investitionstätigkeit der Kreditnachfrage wieder moderate Impulse geben“, heißt es im Quartalsbericht. Im Privatkundengeschäft gewann die Bank im dritten Quartal weitere 82.000 Kunden, seit Jahresbeginn seien 180.000 hinzugekommen. Trotz der Belastungen aus dem Umbau schrieb die Sparte mit 42 Millionen Euro schwarze Zahlen und verbesserte sich etwas gegenüber dem Vorjahr.

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Stellenabbau im Gang

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  • Zu allen diesen Kommentaren passt nur ein Zitat für die Coba:

    Gewinne kapitalisieren, Verluste sozialisieren !!!!!!!!

    ... und dies auf Kosten des Steuerzahlers seit Jahren !!!

  • MIT WERBUNG ZUM ERFOLG GELAUFEN
    ...............................
    die mittelsstandsbank hat gerade mit ihrer gezielten
    werbung kunden geworben und ein neues geschäftsmodell
    ausgebaut..
    ..
    viele kommentatoren bezweifelten zu unrecht die zulässig-
    keit dieser maßnahmen wegen der rettungsmaßnahmen..
    ..
    der bund ist aktionär - wenn die bank insolvent würde -
    wäre auch der staatsanteil weg..!!

  • das Problem bei der Coba ist doch, dass sie kein Geschäftsmodell, mit dem sie sich vom Wettbewerb abhebt. Sie mischt im Privatkundengeschäft mit, bei der Finanzierung des Mittelstands ist sie dabei und ein bisschen versucht man sich als global Player, aber halt doch nicht richtig. Überall gibt es bessere Mitbewerber: Sparkassen, Volksbanken oder die deutsche Bank für Konzerne und Auslandsgeschäfte. Irgendwann muss sich die Coba entscheiden, was sie will und sich dann danach ausrichten. Ein bisschen schwanger gibt es halt nicht.

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