Quartalsergebnis
Hagel kostet Hannover Rück 64 Millionen Euro

Einen Gewinneinbruch um fast ein Viertel hat Hannover Rück von Juli bis September verkraften müssen. Der Rückversicherer hält dennoch an seinem Gewinnziel fest und trotzt damit den Folgen des Hagelsturms Andreas.
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FrankfurtDie Häufung von Großschäden über die Sommermonate hat beim weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück Spuren hinterlassen. Der Nettogewinn schrumpfte im dritten Quartal um 23 Prozent auf 205,5 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Das war etwas stärker als von Analysten erwartet. Im Gesamtjahr peilt Hannover Rück aber weiter rund 800 Millionen Euro an. 2014 sollen es dann trotz eines anhaltend starken Wettbewerbs in der Schaden-Rückversicherung etwa 850 Millionen Euro Nettogewinn sein.

Größter Einzelschaden war der Hagelsturm „Andreas“ in Deutschland, der für die Hannover Rück zu einer Nettobelastung von 64 Millionen Euro führte. Insgesamt belief sich die Großschadenbelastung per Ende September auf 446,7 Millionen Euro. Das war zwar deutlich höher als im Vorjahr, lag aber im Rahmen der Konzernerwartungen.

Deutsche Versicherte, die in ihrer Wohngebäudeversicherung eine Preisanpassungsklausel hätten, können die Folgen des Unwetters nicht ganz so gelassen sehen. Sie müssten sich 2014 auf eine Anhebung um 8 bis 10 Prozent einstellen, hatte der Deutschland-Chef der Hannover Rück, Michael Pickel, vor zwei Wochen bei einem Branchentreffen gesagt. In der Kfz-Haftpflichtversicherung dürften die Prämien im Schnitt um vier Prozent, in der Teil- und Vollkasko um fünf Prozent in die Höhe klettern.

Auch im laufenden Schlussquartal kommt auf die Versicherungsbranche noch einiges zu: So war Ende Oktober Herbststurm „Christian“ über Großbritannien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Dänemark und Deutschland hinweggefegt. Die Schäden waren beträchtlich. Nach Schätzungen des Versicherungsbrokers Willis Re könnte der Orkan die Versicherer bis zu 1,3 Milliarden Euro kosten. Allein für Deutschland, wo vor allem der Norden betroffen war, gehen die Experten von 250 bis 400 Millionen Euro aus.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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