Quartalszahlen
Dekabank saugt Kundengelder auf

Dem Spitzeninstitut der Sparkassen geht es gut: Versicherungen und Stiftungen investieren ordentlich in die Produkte der Dekabank. Doch die Sorgen der Kleinanleger spürt das Institut auch.
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FrankfurtDie Dekabank sammelt angesichts der niedrigen Zinsen wieder viel Geld bei Profi-Investoren ein. In den ersten neun Monaten flossen unter dem Strich 4,8 Milliarden Euro in die Immobilien- und Wertpapierfonds des Frankfurter Instituts – nach Abflüssen von zwei Milliarden Euro vor Jahresfrist. Im dritten Quartal fiel der Zufluss mit sechs Millionen Euro allerdings deutlich geringer aus als zu Jahresbeginn, wie der Fondsanbieter der Sparkassen am Dienstag mitteilte.

Verantwortlich für das Plus sind vor allem institutionelle Kunden wie Sparkassen, Versicherungen oder Stiftungen, die von Januar bis Ende September unter dem Strich 4,4 Milliarden Euro in Deka-Fonds steckten. Kleinanleger, die seit der Finanzkrise einen großen Bogen um Fondsprodukte machen, bleiben dagegen skeptisch: Sie zogen 500 Millionen Euro aus den Wertpapierfonds der Deka ab, was allerdings deutlich weniger ist als vor Jahresfrist.

Deka-Chef Michael Rüdiger, der das Institut noch enger an die Sparkassen binden will, sieht sein Haus auf einem guten Weg. Die Bank komme bei ihrer Neuausrichtung gut voran und schultere die zunehmenden regulatorischen Anforderungen, ohne dass die Kosten dabei stiegen, sagte der ehemalige Credit-Suisse -Banker, der seit gut einem Jahr an der Spitze des Instituts steht. Die harte Kernkapitalquote der Bank stieg bis Ende September leicht auf 11,8 Prozent. Das wirtschaftliche Ergebnis – der Vorsteuergewinn sowie das Bewertungsergebnis von Finanzinstrumenten – stieg in den ersten drei Quartalen um ein Prozent auf 448 Millionen Euro. „Die positive Entwicklung der ersten neun Monate setzt sich derzeit fort“, sagte Rüdiger. Im Gesamtjahr peilt er weiter ein wirtschaftliches Ergebnis in etwa auf dem Vorjahresniveau von 519 Millionen Euro an.

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  • Das nächste große Projekt der Deka-Bank ist zweifellos die Verbesserung der Performance ihrer Fonds. Die sollten im Ranking-Vergleich mit anderen auch mal im ersten Viertel auftauchen.

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