Quartalszahlen
HRE hält sich in den schwarzen Zahlen

Der Börsencrash macht der HRE zu schaffen. Die Erträge schrumpfen. Die Bad Bank des Institutes, für die der Steuerzahler geradesteht, verhindert das Schlimmste.
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MünchenDie verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hält sich weiter in den schwarzen Zahlen, hat aber das schlechteste Quartal des Jahres hinter sich. Die Deutsche Pfandbriefbank pbb als Kern der Gruppe fuhr von Juli bis September den fünften Quartalsgewinn in Folge ein. Dieser lag nach Angaben vom Dienstag mit 43 Millionen Euro vor Steuern allerdings viel niedriger als im Vorjahr, als es 119 Millionen waren.

Damals war das Portfolio vor der Auslagerung toxischer Wertpapiere und Kredite in die Bad Bank FMS Wertmanagement im Oktober 2010 noch viel größer. Dementsprechend reduzierten sich nun die Erträge im Zinsgeschäft und Handel. Im Vergleich mit dem ersten und zweiten Quartal 2011 fielen dieses Mal zudem die Einnahmen aus Dienstleistungen für die FMS, etwa für das Portfolio-Management, niedriger aus.

Finanzchef Alexander von Uslar sagte, das dritte Quartal dürfte für die künftige Entwicklung der Kernbank relativ repräsentativ gewesen sein. Im Gesamtjahr will die pbb weiter einen Gewinn machen und damit langsam für potenzielle Investoren attraktiver werden. Schließlich soll sie auf Druck der EU-Kommission bis Ende 2015 privatisiert werden. Momentan steht die niedrige Rendite der Bank einem Verkauf noch im Wege.

Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen, die zuletzt viele Banken und Versicherer in Mitleidenschaft gezogen hatten, spielen bei der HRE keine Rolle: Denn diese Wertpapiere liegen bei der FMS, für die der Steuerzahler direkt geradesteht. Von den größten Sorgenkindern in der Euro-Zone hat die pbb noch 300 Millionen Euro portugiesischer Staatsanleihen und 2,9 Milliarden italienischer Papiere im Depot. Hinzu kommen allerdings noch Milliarden-Engagements in Spanien, Italien und Portugal bei den niedrigeren staatlichen Ebenen wie Kommunen.

Trotz der Schuldenkrise machte die pbb im dritten Quartal ein Neugeschäft von 1,6 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr sollen es weiterhin rund acht Milliarden Euro sein.

Der einstige Dax-Konzern, der in der Finanzkrise nur dank Staatshilfen von rund 150 Milliarden Euro überleben konnte, ist auch als Ganzes wieder profitabel. So summierte sich der Vorsteuergewinn der HRE von Juli bis September auf 36 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 408 Millionen zu Buche stand. Es ist allerdings auch hier das schlechteste Quartal des Jahres gewesen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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