Radikales Sparprogramm
Bank of America streicht 30.000 Stellen

Wegen Entschädigungszahlungen musste die Bank of America, die größte Bank der USA, im zweiten Quartal einen Milliardenverlust hinnehmen. Jetzt versucht sie mit einem radikalen Sparprogramm den Befreiungsschlag - und entlässt 30.000 Mitarbeiter.
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New YorkDie angeschlagene Bank of America (BofA) will 30.000 Stellen streichen. Die Entlassungen seien Teil eines umfassenden Restrukturierungsplanes, teilte die größte Bank der USA am Montag mit. Die Entlassungen sollten „in den kommenden Jahren“ erfolgen.

Der Stellenabbau ist Teil eines radikalen Sparprogramms, mit dem die größte Bank der USA ihre Kosten bis 2013 um fünf Milliarden Dollar (3,66 Milliarden Euro) drücken will. Mit den Einsparungen soll ab dem kommenden Monat begonnen werden, wie die Bank of America am Montag mitteilte. Eine zweite Sparrunde könnte bereits ab dem Frühjahr greifen.

Ein guter Teil der Streichungen solle dadurch erreicht werden, dass freigewordene Stellen nicht wieder besetzt würden, erklärte die Bank am Montag in einer Mitteilung. Bis zum Jahr 2014 will das Management jährliche Einsparungen von 5 Milliarden Dollar erreichen.

Zuletzt arbeiteten rund 288.000 Menschen bei dem nach Vermögenswerten größtem Kreditinstitut der USA, das jedoch gegenüber seinen Rivalen immer mehr ins Hintertreffen gerät. Vor allem die hochprofitable JPMorgan Chase droht vorbeizuziehen. Bankchef Moynihan hat deshalb einen Umbau angestoßen, genannt „Project New BAC“ nach dem Börsenkürzel.

Der Kahlschlag, dem etwa jede zehnte Stelle zum Opfer fällt, kommt aber nicht überraschend. Bereits in der Vorwoche hatten sich die Berichten in US-Medien gehäuft, die sogar Stellenstreichungen in der Größenordnung von 40 000 für möglich hielten.

Allerdings könnten tatsächlich noch weitere Einschnitte folgen: Die Bank of America steckt im ersten Teil des Umbaus, in Teil zwei sollen weitere Bereiche unter die Lupe genommen werden. Im Oktober beginnt die Überprüfung, die dann bis zum März 2012 dauern soll.

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  • Die haben sich in der SYSTEMISCH-ORGANISIERTEN FINANZ-KRIMINALITÄT mitgearbeitet, weshalb BoA auch Milliarden an Strafen bezahlen muss. Ein beliebter SOFK-Job war bekanntlich bei Countrywide das Ninja-Kredit-Geschäft.

  • Schade um die betroffenen Mitarbeiter, sie sind Opfer einer aufgeblähten Branche, die nur Unheil angerichtet hat, und jetzt gesundschrumpfen muss. Sie sind selbst Opfer der SOFK, der SYSTEMISCH-ORGANISIERTEN FINANZ-KRIMINALITÄT geworden,an der sie sich auch beteiligt haben. Was ist eigentlich mit den Managern geschehen, die für die fatalen Mannagerfehler verantwortlich sind: #Vor allem die Übernahme von Countrywide hat sich im Nachhinein als fataler Fehler erwiesen# Sicher Riesen-Boni und Abfindungen. Sie können ja nichts dafür, dass sie so blöd waren und sich haben betrügen lassen.

  • Was haben die 30.000 Angestellten eigentlich vorher gemacht, auf die man jetzt verzichtet?

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