Raiffeisen Bank International
Landesbank bestärkt Reformen der Tochter in Osteuropa

Nach jahrzehntelanger Expansion trennt sich die Osteuropa-Tochter der Raiffeisen Bank von großen Teilen des Auslandsgeschäfts. Richtig so, sagt der Chef der einflussreichen Raiffeisen Landesbank Oberösterreich.
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WienDer Chef der einflussreichen Raiffeisen Landesbank Oberösterreich stellt sich hinter die vor einem Umbau stehende Osteuropa-Tochter Raiffeisen Bank International. „Strukturänderungen im Sektor oder neue Konzepte stehen derzeit nicht zur Diskussion“, sagte Bankchef Heinrich Schaller in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem „Wirtschaftsblatt“. „Ich halte die Gegenmaßnahmen, die die RBI nun gesetzt hat, für richtig und glaube, dass sie Erfolg haben werden. Wir rütteln nicht an der RBI.“

Das Osteuropainstitut trennt sich nach einer jahrzehntelangen Expansion von Teilen seines Auslandsgeschäfts: Die Töchter in Polen und Slowenien sollen verkauft, das Geschäft in der kriselnden Ukraine und in Russland verkleinert und die Aktivitäten in den USA und Asien zurückgefahren werden. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die harte Kernkapitalquote bis Ende 2017 auf zwölf von zuletzt knapp zehn Prozent zu steigern.

Die RBI gehört mehrheitlich der Raiffeisen Zentralbank, die wiederum in Besitz der regionalen Raiffeisen Landesbanken steht. Sie hatten jahrelang von den hohen Dividenden der Osteuropabank profitiert. Nach einem Gewinnrückgang im ersten Quartal hatte die RBI jedoch angesichts hoher Kosten für den Umbau weitere Verluste im Gesamtjahr nicht ausgeschlossen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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