Raiffeisen Bank International
Ukraine-Krise kostet eine halbe Milliarde

Die Krise in der Ukraine und ein neues Kreditgesetz in Ungarn machen der Raiffeisen Bank International zu schaffen. Die Bank erwartet Abschreibungen in Höhe von mehr als einer halbe Milliarde Euro.
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WienDie Raiffeisen Bank International erwartet für ihre ukrainische Tochter im laufenden Jahr Abschreibungen von mehr als einer halben Milliarde Euro.

„Hier haben wir heuer Wertberichtigungen zwischen 500 und 600 Millionen zu erwarten. Ich bin bei der Wirtschaftsentwicklung der Ukraine sehr skeptisch“, sagte Bankchef Karl Sevelda in einem Interview der Zeitung „Kurier“ (Dienstagausgabe). Konzernweit erwarte die Osteuropabank unverändert einen Jahresverlust von bis zu 500 Millionen Euro.

Neben der Krise in der Ukraine und der Abwertung der dortigen Währung macht dem Institut auch ein neues Kreditgesetz in Ungarn zu schaffen. Dadurch werde die ungarische RBI-Tochter 2014 einen dreistelligen Millionenverlust anhäufen, sagte Sevelda dem Blatt. „Aber ab dem nächsten Jahr erwarte ich Erleichterungen, weil die ungarische Regierung nunmehr ihr Ziel erreicht hat, die Mehrheit des Bankwesens in ungarischen Händen zu wissen.“

Die in der Vergangenheit hochrentable russische Tochter werde auch im zu Ende gehenden Jahr ein „exzellentes Ergebnis erzielen“, sagte Sevelda. Allerdings könnten der Ölpreis-Verfall und die Rubel-Abwertung zu mehr faulen Krediten führen, die die Russland-Tochter belasten.

Sevelda, der im Januar 65 wird, denkt nicht an einen vorzeitigen Rücktritt. „Ich habe vor, meinen Vertrag bis 2017 auszudienen. Es warten einige Aufgaben auf uns, etwa ein verschärfter Sparkurs“, sagte der Bankchef. „Außerdem werden wir alle Märkte und Geschäftsfelder analysieren und uns dort zurückziehen bzw. einschränken, wo wir keine Chance auf nachhaltige Profitabilität sehen.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Raiffeisen Bank International: Ukraine-Krise kostet eine halbe Milliarde"

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  • Die EU-Politiker behaupten, die Sanktionen wirken.

    Ja, aber die "Anderen" müssen dafür einstehen.

    Es kann und darf nicht mehr so weiter gehen, dass verantwortungslosen Politiker so agieren. Es muss ihnen das Handwerk gelegt werden.

    Österreich ist weit weg, könnte man argumentieren. Aber auch im Inland sind vielen Mittelständler die russischen Aufträge weggebrochen.

    Zu allem Überdruss melden diese Politiker auch noch Ansprüche auf Pensionen an. Wenn wir uns weiterhin verantwortungslose Politiker erlauben wollen, dann müssen wir nur so weiter machen.

  • >> Ukraine-Krise kostet eine halbe Milliarde >>

    Das ist doch den Bänkstern egal, was es kostet.

    Es gibt ja Rettungsschirme ( Steuergelder ) en masse !

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