Rating
S&P verschont Allianz und Axa

Standard & Poor's hat die Versicherer Allianz und Axa von einer Herabstufung verschont. Allerdings setzte die Ratingagentur den Ausblick bei beiden Unternehmen auf „negativ“ - und will die Firmen nun stärker beobachten.
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LondonEuropas größte Versicherer Allianz und Axa können aufatmen. Der deutsche und französische Versicherer behalten ihre relativ guten Noten bei der amerikanischen Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) - zumindest vorerst. Erwischt hat es den italienischen Versicherer Generali, dessen Einstufung von „A+“ auf „A“ gesenkt wurde. Mittelfristig ist aber auch die Einstufung von Allianz und Axa wegen der Folgen der Euro-Schuldenkrise weiter in Gefahr. S&P setzte am Freitagabend in London den Ausblick bei beiden Unternehmen auf „negativ“. Das heißt, dass in den kommenden zwei Jahren die Note verschärft unter Beobachtung steht.

Bei einer schlechteren Einstufung durch S&P steigen in der Regel die Kosten für die Ausgabe von Anleihen. Dies belastet wiederum das Ergebnis. Die seit Anfang Dezember drohende kurzfristige Abstufung ist aber erst einmal vom Tisch. S&P entfernte die Allianz und Axa von ihrer Überwachungsliste, der sogenannten „CreditWatch“. Auf diese hatte S&P die Allianz wie viele andere europäische Versicherer gesetzt und damit eine kurzfristige Abstufung für möglich gehalten.

Die Allianz, Europas Nummer eins der Branche, erfülle aber gerade noch die Anforderungen an die S&P-Note „AA“. Bei der Axa sieht es ähnlich aus. Die Franzosen werden von S&P derzeit mit „AA-“ - also geringfügig schlechter als die Deutschen - eingestuft. Wie sich die Beurteilung der Finanzkraft durch S&P entwickelt, hängt jetzt davon ab, wie sich Schuldenkrise und Konjunktur entwickeln.

Die Ratingagenturen trauen beiden Versicherern weiter zu, relativ gut durch die Krise zu kommen. So erwarten sie zum Beispiel bei der Allianz im laufenden und kommenden Jahr einen Überschuss von jeweils mehr als vier Milliarden Euro. 2011 musste die Allianz nach Schätzungen von Analysten unter anderem wegen Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen und Beteiligungen an Banken einen Gewinneinbruch um gut ein Drittel auf rund 3,5 Milliarden Euro hinnehmen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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