Ratingagentur
18 deutsche Banken wohl unter EZB-Aufsicht

Wenn die EZB ab Herbst 2014 Europas größte Banken im Auge behält, bleiben der Bafin noch rund 40 Prozent des Privatkundengeschäfts zur Aufsicht übrig. Berechnungen von Fitch zufolge ist Frankreich am stärksten betroffen.
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FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Berechnungen der Ratingagentur Fitch 70 Prozent des deutschen Bankensystems unter ihre Aufsicht bekommen. 18 deutsche Institute und fünf Töchter ausländischer Großbanken lägen über der Schwelle von 30 Milliarden Euro Bilanzsumme, oberhalb der die EZB im Herbst 2014 die deutsche Finanzaufsicht Bafin als primären Aufseher ablösen soll, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. 40 Prozent des Privatkundengeschäfts blieben damit Sache der Bafin. Es sei nicht zu erwarten, dass die deutschen Sparkassen in der „Bankenunion“ als ein Großkonzern angesehen würden, geschweige denn als ein Konglomerat zusammen mit den Landesbanken, erklärte Fitch. Gleiches gelte für die Volks- und Raiffeisenbanken.

Deutschland wäre damit das Land in Europa mit den meisten von der EZB beaufsichtigten Banken. Sie hätte damit insgesamt Einblick in Institute mit einer Bilanzsumme von 5,56 Billionen Euro. Größer ist der Umgriff der EZB nur in Frankreich, wo die zehn größten Banken auf zusammen 7,8 Billionen Euro Bilanzsumme kommen. Damit beaufsichtigt die EZB dort mehr als 90 Prozent des Bankensystems. Noch größer ist die Konzentration nur in Irland und Belgien, hinter Deutschland liegen nur Slowenien, Italien, Malta und Lettland. Insgesamt sollen rund 130 Banken künftig von der EZB überwacht werden, um eine einheitliche Aufsicht in der Euro-Zone zu erreichen.

Unter der Aufsicht der EZB stehen nach der Studie künftig die Deutsche Bank und die Commerzbank, die genossenschaftliche Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank sowie die sechs großen Landesbanken. Dazu kommen der Fondsdienstleister Dekabank, die Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate, Aareal Bank, Münchener Hyp und Wüstenrot, die Hamburger Sparkasse, der Autofinanzierer Volkswagen Bank und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank). Indirekt - über ihre Mütter - unterstehen der EZB auch die HypoVereinsbank, die Direktbank ING-DiBa, die Dexia Kommunalbank, die Santander Consumer Bank und die deutsche SEB -Tochter. Die IKB dagegen liege schon unter den 30 Milliarden.

Aus Österreich erwarten die Fitch-Experten acht Banken, die zur EZB wandern: Die Erste Bank, die Raiffeisen Zentralbank, die Bawag-PSK, die Volksbanken -Gruppe, die Hypo Alpe Adria sowie die Raiffeisenlandesbanken aus Ober- und Niederösterreich. Als UniCredit-Tochter ist zudem die Bank Austria mit von der Partie.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • die namen der Banken werden wir nach der Wahl bei der Abwicklung erfahren, gell?

  • "Soll hier nicht Hoheitsrecht auf die EZB übertragen werden und verstößt diese Maßnahme nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz?"
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    Was glauben Sie, wieviel das die Politkaste in Brüssel und Berlin interessiert? Die No-Bail-Out-Verträge, die Voraussetzung für die Euroeinführung waren, hat man auch mit einem Achselzucken weggewischt, als es opportun erschien. Gesetze und Verträge bedeuten diesen Banditen NICHTS, sie stehen erhaben und voller Selbstgerechtigkeit darüber!
    Und ebenso stelle ich die Frage, wieso in Berlin nicht die UN-Konvention gegen Korruption ratifiziert wird?
    http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Konvention_gegen_Korruption#Deutschland
    Diese Karte sollte deutschen Politikern die Schamröte ins Gesicht treiben!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:UNCACmap.svg

    Wenn ein normaler Bürger so handeln würde, wie es sich ein Großteil der Politiker (es mag integre Politiker geben, aber die muß man mit einer starken Lupe suchen!) dreist herausnimmt, dann würde er gnadenlos vor den Kadi gezerrt und mit Sicherheit in den Knast einrücken!

  • So dürfte hiermit dem gefährlichsten Patienten in dieser
    Anstalt die Leitung übergeben worden sein!
    Zeit für die AfD!

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