Ratingagentur S&P
NordLB und WestLB heruntergestuft

Zwei Landesbanken, die beim Stresstest durchgefallen sind, müssen zusätzlich eine Herabstufung durch die Rating-Agentur Standard & Poor's hinnehmen.
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FrankfurtDas veränderte Bewertungs-System der Ratingagentur Standard & Poor's hat für drei weitere deutsche Großbanken Konsequenzen - für zwei negative, für eine positive. Dem Fondsdienstleister der Sparkassen, der Dekabank, droht für die nächste Zeit keine Herabstufung mehr. Der Ausblick für das „A“-Rating sei nun stabil und nicht mehr negativ, erklärte S&P am Donnerstag. Die NordLB wird dagegen auf „BBB+“ von „A-“ herabgestuft, der Ausblick ist stabil. Die WestLB, bisher mit „BBB+“ bewertet, muss künftig mit einem „BBB“ leben. Wenigstens ist der Ausblick stabil.

Ihre zum Verkauf stehende Immobilienfinanzierungstochter Westimmo wird mit „BBB-“ (bisher „BBB+“) gleich um zwei Stufen schlechter eingestuft und erfüllt damit gerade noch die Kriterien für eine sichere Investition („Investment Grade“). Doch mit dem negativen Ausblick droht ihr auf Sicht eine weitere Herabstufung. Ein schlechteres Rating verteuert die Möglichkeit für eine Bank, sich Fremdkapital zu beschaffen. Damit sinkt auch die Attraktivität der Westimmo für einen Käufer.

Mit der Drohung an Deutschland und 14 weitere Euro-Staaten, deren Rating zu senken, habe diese Maßnahme nichts zu tun, betonte S&P. Die Agentur beleuchtet nach dem neuen System aber verstärkt das Umfeld, in dem die Banken arbeiten: die wirtschaftliche Lage im Heimatland oder den Konkurrenzdruck in der Branche. Diese Faktoren für die Kreditwürdigkeit waren bisher nur als „weiche Kriterien“ ins Kalkül gezogen worden. Das „Ankerrating“ für die deutsche Finanzbranche liegt bei „A-“.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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