Ratingagenturen
Auch Postbank verzichtet auf S&P-Bewertung

Nach der Deutschen Post und HeidelbergCement beendet auch die Postbank ihre Geschäfte mit Standard & Poor's. Ab kommendem Jahr lässt sich die Postbank nur noch von zwei Konkurrenten der Ratingagentur bewerten.
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FrankfurtDie Deutsche Postbank wendet sich von der weltgrößten Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) ab. Die Verträge mit S&P seien zum Jahresende gekündigt worden, weil die Postbank nach der Übernahme durch die Deutsche Bank nicht mehr drei eigenständige Ratingeinstufungen brauche, teilte die Bank am Freitag mit. S&P hatte die Postbank mit einem „A+“-Rating und einem negativen Ausblick eingestuft, von Moody's ist sie mit „A2“ und einem stabilen Ausblick etwas schwächer eingestuft. Die Bauspar-Tochter BHW werde weiterhin von S&P beurteilt, betonte die Postbank.

Investoren erwarten, dass ein Unternehmen von mindestens zwei Ratingagenturen bewertet wird, wenn es am Kapitalmarkt Anleihen begeben will. Im November hatten die frühere Postbank-Mutter Deutsche Post und HeidelbergCement die Kündigung ihrer Verträge mit S&P angekündigt. Anlass für die Post waren Preiserhöhungen, die zwölf deutsche Großkonzerne, darunter E.ON, Daimler, Siemens und Bayer, schon im Frühjahr in einem Brief an die Ratingagentur kritisiert hatten. Im Sommer hatten auch Banken die Preispolitik von S&P beklagt. HeidelbergCement betonte aber, es gebe keine kommerziellen Gründe für die Kündigung.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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