Rechtsformänderung schon kommende Woche Ringen um Fraspa-Verkauf hat ein Ende

Der Mehrheitseigentümer der Frankfurter Sparkasse (Fraspa) hat den geplanten Verkauf des Kreditinstituts an die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) abgesegnet.

HB FRANKFURT. Die Mitgliederversammlung der Polytechnischen Gesellschaft habe den Vertrag mit einer Zustimmung von knapp 87 Prozent gebilligt, teilte der aus mehr als 300 Frankfurter Bürgern bestehende Verein am Donnerstagabend mit. Die Polytechniker halten 60 Prozent der Fraspa; 40 Prozent liegen bei der Stadt Frankfurt. Letztere wollte am Donnerstag ebenfalls über den Verkauf beraten.

„Nach schwierigen Verhandlungen haben wir unser Ziel erreicht, die Frankfurter Sparkasse langfristig an die Seite eines starken Partners zu stellen“, sagte Klaus Ring, Präsident der Polytechnischen Gesellschaft. Die Helaba wird die Fraspa für 725 Millionen Euro übernehmen. Zusätzlich werden die jetzigen Eigner am künftigen wirtschaftlichen Erfolg der Sparkasse über einen Besserungsschein teilhaben.

Die Fraspa soll von einem wirtschaftlichen Verein in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und von der Helaba dann mit bis zu 200 Millionen Euro an Eigenmitteln gestärkt werden.

Fraspa-Mitgliedern, die der Umwandlung der Rechtsform in eine AG nicht zustimmen wollen, wird eine Barabfindung angeboten. Schon in der kommenden Woche wollen die Eigner die Rechtsformänderung auf den Weg bringen.

Über den Verkauf der Fraspa wurde mehr als ein Jahr verhandelt, nachdem das Institut hohe Risiken im Kreditgeschäft aufgedeckt hatte. Im vergangenen Jahr hatte die Fraspa auf Druck der Bankenaufsicht BaFin den kompletten Vorstand ausgetauscht. Noch immer ist die Sparkasse kaum rentabel. Die Helaba als regionales Spitzeninstitut des Sparkassensektors gehört dem Sparkassenverband Hessen-Thüringen und zu kleineren Anteilen den beiden Bundesländern.

Den Verkaufserlös für die Polytechnische Gesellschaft in Höhe von 435 Millionen Euro will der Verein in eine gemeinnützige Stiftung einbringen. Diese soll nach den Plänen Rings auf Frankfurt am Main beschränkt sein und sich in Bildung, Kunst und Kultur engagieren sowie humanitäre und karitative Projekte fördern. Über die Stiftung sollen die Polytechniker in der ersten Septemberhälfte entscheiden.

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