Rechtsstreitigkeiten: Deutsche Bank macht Milliardenverlust

Rechtsstreitigkeiten
Deutsche Bank macht Milliardenverlust

Das größte deutsche Geldhaus muss im vierten Quartal einen Riesenverlust verbuchen. Das Minus liegt bei 1,2 Milliarden Euro, Grund sind Nachwehen der Finanzkrise. Auch für 2014 bremst die Bank die Erwartungen.
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FrankfurtDie Deutsche Bank beendet erneut ein Jahr mit einem miserablen Quartal. Der Verlust nach Steuern betrug von Oktober bis Dezember annähernd eine Milliarde Euro, teilte die größte Bank des Landes am späten Sonntagabend mit. Analysten hatten zuletzt einen deutlichen dreistelligen Millionengewinn erwartet – deswegen war die Mitteilung vor dem eigentlich für 29. Januar angesetzten Bilanztermin nötig geworden.

Rechtsstreitigkeiten kosten die Deutsche Bank Milliarden und ein Kostensenkungsprogramm schlägt mit vielen Millionen zu Buche. Außerdem leidet auch noch eines der sonst stärksten Geschäfte der einzigen globalen Investmentbank Deutschlands. Das Handelsgeschäft mit Devisen und Anleihen hat in den vergangenen drei Monaten einen erneuten Ertragseinbruch verkraften müssen. Das gesamte Investmentbanking („Corporate Banking & Securities“), das in den glorreichen Zeiten vor der Finanzkrise hohe Gewinne einfuhr, schrammte so nur knapp an einem Vorsteuerverlust vorbei.

Für die vergangenen zwölf Monaten bleibt zwar ein Gewinn von 1,08 Milliarden Euro vor Steuern zu vermelden und damit deutlich mehr als die mageren 315 Millionen Euro des Vorjahres. Wenig aufmunternd dürfte aber für das Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen sein, dass das zweite Halbjahr dazu nichts beitrug. Selbst für die Kernbank - also das Geschäft ohne die in eine Abwicklungsabteilung gegebenen Altlasten - rutschte zum Jahresende vor Steuern mit 26 Millionen Euro in die Miesen.

Ein Grund für die Einbußen sind die Kosten für die Nachwehen der Finanzkrise: Für Rechtsstreitigkeiten hat die Bank im vergangenen Jahr allein 2,5 Milliarden Euro aufgewandt, nachdem sie mehrere teure Vergleiche geschlossen hatte. Und mit weiteren Milliardenkosten ist zu rechnen. Die Rückstellungen für die übrigen Rechtsfälle beliefen sich zum Jahresende noch auf 2,3 Milliarden Euro. Immerhin: Die Kapitalquote nach den künftig geltenden Basel-III-Regeln liegt derzeit bei 9,7 Prozent und damit über den Mindestanforderungen. Die Verschuldungsquote, die künftig drei Prozent nicht unterschreiten darf, beträgt den Angaben des Instituts zufolge bei 3,1 Prozent.

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„2014 ein Jahr mit weiteren Herausforderungen“

Kommentare zu " Rechtsstreitigkeiten: Deutsche Bank macht Milliardenverlust"

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  • Das stimmt nicht ganz, denn z. B. Henkel ist mehrheitlich in der Hand der Familie

  • @R.Ruf

    Vielleicht sind die gleichgeschalteten Massenmedien Teil des Problems und nicht die Lösung?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

  • "Das größte deutsche Geldhaus muss im vierten Quartal einen Riesenverlust verbuchen."

    Wieso "deutsche" Geldhaus?

    Laut einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young,

    sind alle 30 DAX-Unternehmen mehrheitlich in ausländischer Hand!!

    Wie die Unternehmensberater nachrechneten, waren im letzten Jahr 55% aller DAX-Aktien im Besitz ausländischer "Investoren".

    Wieso erfahren wir davon nichts in den Medien?

    Gehören die "deutschen" Medien vielleicht auch ausländischen "Investoren"?

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