Rechtsstreitigkeiten Deutsche Bank macht Milliardenverlust

Das größte deutsche Geldhaus muss im vierten Quartal einen Riesenverlust verbuchen. Das Minus liegt bei 1,2 Milliarden Euro, Grund sind Nachwehen der Finanzkrise. Auch für 2014 bremst die Bank die Erwartungen.
Update: 20.01.2014 - 06:21 Uhr 19 Kommentare

Riesenverlust für die Deutsche Bank

FrankfurtDie Deutsche Bank beendet erneut ein Jahr mit einem miserablen Quartal. Der Verlust nach Steuern betrug von Oktober bis Dezember annähernd eine Milliarde Euro, teilte die größte Bank des Landes am späten Sonntagabend mit. Analysten hatten zuletzt einen deutlichen dreistelligen Millionengewinn erwartet – deswegen war die Mitteilung vor dem eigentlich für 29. Januar angesetzten Bilanztermin nötig geworden.

Rechtsstreitigkeiten kosten die Deutsche Bank Milliarden und ein Kostensenkungsprogramm schlägt mit vielen Millionen zu Buche. Außerdem leidet auch noch eines der sonst stärksten Geschäfte der einzigen globalen Investmentbank Deutschlands. Das Handelsgeschäft mit Devisen und Anleihen hat in den vergangenen drei Monaten einen erneuten Ertragseinbruch verkraften müssen. Das gesamte Investmentbanking („Corporate Banking & Securities“), das in den glorreichen Zeiten vor der Finanzkrise hohe Gewinne einfuhr, schrammte so nur knapp an einem Vorsteuerverlust vorbei.

Für die vergangenen zwölf Monaten bleibt zwar ein Gewinn von 1,08 Milliarden Euro vor Steuern zu vermelden und damit deutlich mehr als die mageren 315 Millionen Euro des Vorjahres. Wenig aufmunternd dürfte aber für das Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen sein, dass das zweite Halbjahr dazu nichts beitrug. Selbst für die Kernbank - also das Geschäft ohne die in eine Abwicklungsabteilung gegebenen Altlasten - rutschte zum Jahresende vor Steuern mit 26 Millionen Euro in die Miesen.

Ein Grund für die Einbußen sind die Kosten für die Nachwehen der Finanzkrise: Für Rechtsstreitigkeiten hat die Bank im vergangenen Jahr allein 2,5 Milliarden Euro aufgewandt, nachdem sie mehrere teure Vergleiche geschlossen hatte. Und mit weiteren Milliardenkosten ist zu rechnen. Die Rückstellungen für die übrigen Rechtsfälle beliefen sich zum Jahresende noch auf 2,3 Milliarden Euro. Immerhin: Die Kapitalquote nach den künftig geltenden Basel-III-Regeln liegt derzeit bei 9,7 Prozent und damit über den Mindestanforderungen. Die Verschuldungsquote, die künftig drei Prozent nicht unterschreiten darf, beträgt den Angaben des Instituts zufolge bei 3,1 Prozent.

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19 Kommentare zu "Rechtsstreitigkeiten: Deutsche Bank macht Milliardenverlust"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das stimmt nicht ganz, denn z. B. Henkel ist mehrheitlich in der Hand der Familie

  • @R.Ruf

    Vielleicht sind die gleichgeschalteten Massenmedien Teil des Problems und nicht die Lösung?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

  • "Das größte deutsche Geldhaus muss im vierten Quartal einen Riesenverlust verbuchen."

    Wieso "deutsche" Geldhaus?

    Laut einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young,

    sind alle 30 DAX-Unternehmen mehrheitlich in ausländischer Hand!!

    Wie die Unternehmensberater nachrechneten, waren im letzten Jahr 55% aller DAX-Aktien im Besitz ausländischer "Investoren".

    Wieso erfahren wir davon nichts in den Medien?

    Gehören die "deutschen" Medien vielleicht auch ausländischen "Investoren"?

  • die deutsche bank hat vergangenes jahr ein grosses lean management projekt durchgeführt. hundertausende arbeitsstunden wurden gespart. viel scheint es ja nicht gebracht zu haben, aber man musste wohl absehbar etwas einsparen.

    http://www.bankingundfinance.ch/geschaeftsmodelle-und-management/lean-management-deutsche-bank-spart-hunderttausende-stunden-arbeitszeit/

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Zur öffentlichen Kenntnisnahme


    PROF.HANKEL IST VERSTORBEN


    UNSERE TIEFE ANTEILNAHME

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

  • Ohne Betrügereien und kriminelle Energien (das ist zumindest zu hoffen), ist das Geschäft schon schwieriger!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Es gibt wohl kein Unternehmen in Deutschland, das in den letzten 20 Jahren von einer eitlen und über sich selbst erhaben Führungsbande geleitet wurde. Hinzukommt ein Bonisystem, das Mitarbeiter geradezu anstiftet über krimminelle Handlungen Umsätze zu erwirken um sich selbst in kürzester Zeit in die Millionärsriege einzureihen. Gier bestimmte (und bestimmt???) die Handlung vom Vorstand bis zum letzten Mitarbeiter. Somit hat die Deutsche Bank nicht nur in vielen Geschäftsfeldern betrogen, sie hat auch alle Aktionäre betrogen. Man schämt sich mittlerweile zu sagen man habe Deutsche Bank Aktien im Depot. Und das der fleißige Inder, der für viele Mißstände Verantwortung zeichnet heute immer noch Co-VV ist schlägt dem Faß den Boden aus. Jede Volksbank und jede Kreissparkasse wird seriöser geführt als die Bank, die in ihrem Namen "Deutsche" führt. Herr Abs würde sich im Grabe umdrehen. Pfui Deubel, was für eine Brut hat sich wie ein Krebsgeschwür in dieser Bank breit gemacht.

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