Relation von Aufwand zu Ertrag liegt bei vielen Instituten schon unter 60 Prozent: Ostdeutsche Sparkassen verdienen gut

Relation von Aufwand zu Ertrag liegt bei vielen Instituten schon unter 60 Prozent
Ostdeutsche Sparkassen verdienen gut

Die 63 ostdeutschen Sparkassen der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen haben im vergangenen Jahr das beste Betriebsergebnis seit 1997 erzielt.

fmd BERLIN. „Wir haben ein deutlich gestiegenes Ergebnis bei wachsenden Erträgen und sinkenden Kosten vorzuweisen“, sagte der geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverbands (OSGV), Rainer Voigt, gestern in Berlin.

Vor Bewertung erzielten die Sparkassen des Verbandes ein Betriebsergebnis von 1,25 Mrd. Euro. Dies entspricht 1,29 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme. Der OSGV sieht sich damit in der deutschen Sparkassenlandschaft an erster Stelle. Zwar entwickelte sich das Zinsgeschäft schwächer als im Vorjahr, doch dieser Rückgang wurde durch ein starke Provisionsgeschäft mehr als kompensiert.

Auf Kurs sind die Sparkassen aus den vier ostdeutschen Ländern auch bei der Cost-Income-Ratio (CIR). Diese Quote gibt an, wie viel Cent für einen Euro Ertrag aufgewendet werden müssen. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat sich mittelfristig eine CIR von 60 Prozent zum Ziel gesetzt. Diesen Wert erzielen die meisten der OSGV-Sparkassen bereits jetzt. Derzeit würden 41 Prozent der Sparkassen bereits unter dieser Quote liegen, 20 Prozent würden gar eine Quote von weniger als 55 Prozent aufweisen. Dazu beigetragen haben Einsparungen im Personalbereich. 2004 trennten sich die Verbands-Sparkassen von rund 1 500 Mitarbeitern.

Anders als der DSGV-Präsident Dietrich Hoppenstedt hält Voigt auch das Renditeziel für 2006 für erreichbar. Hoppenstedt hatte jüngst angedeutet, dass die angestrebte Rendite von 15 Prozent vor Steuern statt 2006 womöglich erst zwei Jahre später erreicht werden könnte. Dagegen sieht der OSGV-Präsident die ostdeutschen Sparkasse, die ihre Vorsteuerrendite im Vorjahr von 11,4 auf 13 Prozent steigerten, weiter auf Kurs. Angesichts der guten Gewinnentwicklung sind für Voigt auch Forderungen nach einer Öffnung der Sparkassen für private Investoren nicht nachvollziehbar.

Mit großem Interesse blickt der OSGV nach Stralsund. Dort entscheidet die Bürgerschaft im März darüber, ob die lokale Sparkasse selbstständig bleibt oder – wie es der OSGV favorisiert – mit der Sparkasse Vorpommern fusioniert. An die Fusion ist eine vom OSGV übernommene Bürgschaft für die Stralsunder Sparkasse gekoppelt. Ursprünglich sollte diese im Vorjahr an einen Investor verkauft werden.

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