Rote Zahlen zum Jahresstart
NordLB rutscht wegen fauler Schiffskredite ins Minus

Hohe Kreditrisiken der kriselnden Schiffsbranche werden für die Norddeutsche Landesbank zum massiven Problem. Vorstandschef Gunter Dunkel warnt vor weiteren großen Herausforderungen - und präsentiert unter dem Strich ein dickes Minus.
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Frankfurt
Die Norddeutsche Landesbank schreibt wegen der Krise in der Schifffahrt rote Zahlen. Im ersten Quartal musste das Institut deutlich mehr Geld für drohende Kreditausfälle zurücklegen und erlitt deshalb einen Verlust von 32 Millionen Euro, wie die NordLB am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr hatte das Geldhaus noch einen Gewinn von 118 Millionen Euro eingefahren. "Die Krise auf den Schifffahrtsmärkten wird uns auch in den kommenden Quartalen vor große Herausforderungen stellen", sagte NordLB-Chef Gunter Dunkel.

Die Schifffahrt durchläuft wegen des schwachen Welthandels, Überkapazitäten und gestiegener Treibstoffkosten eine tiefe Krise, was auch andere Banken wie die HSH Nordbank und die Commerzbank zu spüren bekommen. Bei der NordLB, die rund 18 Milliarden Euro an den Sektor verliehen hat, schoss die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im ersten Quartal von 33 auf 241 Millionen Euro nach oben. "Natürlich können wir mit diesem Jahresauftakt nicht zufrieden sein", sagte Dunkel.

Zuversichtlich stimmt den Bankchef jedoch die Entwicklung in allen anderen Bereichen der Bank - etwa im Geschäft mit Firmen- und Immobilienkunden sowie der Finanzierung von Energie- und Infrastrukturprojekten. "Mit dem kontinuierlichen Ausbau unserer Marktposition in diesen Geschäftsfeldern schaffen wir jetzt die Basis für starke Ergebnisse in den Jahren nach der Schiffskrise", erklärte Dunkel. Er geht zudem davon aus, dass der Gegenwind aus der Schifffahrt im Jahresverlauf nachlässt und rechnet deshalb weiter damit, dass die Bank 2013 den Vorjahresgewinn von 80 Millionen Euro übertreffen wird.

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