Royal Bank of Scotland
EU-Kommission prüft neue Auflagen

Ursprünglich sollte die Royal Bank of Scotland einen Teil ihres britischen Geschäfts mit kleinen und mittleren Unternehmen verkaufen. Der EU-Kommission zufolge soll jetzt eine Untersuchung laufen, die Alternativen prüft.
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BrüsselDie EU-Kommission prüft Alternativen für die ursprünglich vorgesehene Verpflichtung der Royal Bank of Scotland (RBS), einen Teil ihres britischen Geschäfts mit kleinen und mittleren Unternehmen zu verkaufen. Nach Angaben der Kommission vom Dienstag ist eine entsprechende Untersuchung angelaufen. Die RBS war Ende 2008 unter anderem durch eine Rekapitalisierung in Höhe von 45,5 Milliarden Pfund sowie staatliche Garantien vor dem Zusammenbruch gerettet worden.

Diese Maßnahmen, die de facto zur Verstaatlichung der RBS führten – derzeit hält die britische Regierung 71,3 Prozent des Kapitals – waren mit der Auflage verbunden, die auf dem britischen Markt tätige Filialbank-Tochter Williams & Glyn zu verkaufen.

Nach Angaben der britischen Regierung konnten bisher lediglich Teile dieses Unternehmens verkauft werden. Mitte Februar teilte die RBS mit, von der Veräußerung abzusehen, da nach siebenjähriger Suche kein Käufer gefunden worden sei. Williams & Glyn verwaltet nach EU-Angaben ein Vermögen von 20 Milliarden Pfund (rund 23 Milliarden Euro).

Deswegen schlugen die Briten ein „alternatives Paket“ vor: Dieses sieht die Einrichtung eines unabhängigen Fonds vor, den Konkurrenten nutzen könnten, zum Beispiel um die Verlagerung von Konten von der RBS zu erleichtern, sowie einen Fonds für Investitionen in innovative Finanzdienstleistungen. Die britischen Behörden sind laut EU-Kommission davon überzeugt, dass dies die Wettbewerbsverzerrungen besser als ein Verkauf beseitigen würde. Die Anfangskosten dafür wurden auf 750 Millionen Pfund geschätzt, die Einnahmen von RBS würden entsprechend gemindert.

Die EU-Kommission will den Alternativ-Plan nun prüfen. Dazu soll die Meinung aller Betroffenen eingeholt werden. Der Vorschlag der britischen Behörden könne nur akzeptiert werden, wenn er denselben positiven Effekt habe, den der Verkauf von Williams & Glyn gehabt hätte, sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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