Royal Bank of Scotland
London startet Verkauf von RBS-Anteilen

Die Reprivatisierung der Royal Bank of Scotland beginnt: Sieben Jahre nach der Verstaatlichung beginnt die britische Regierung den Verkauf ihrer Anteile an der RBS. Die ersten 5,4 Prozent brachten 3 Milliarden Euro ein.
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LondonRund sieben Jahre nach der Verstaatlichung in der Finanzkrise beginnt die britische Regierung mit dem Verkauf ihrer Anteile an der Royal Bank of Scotland (RBS). Für die ersten 5,4 Prozent habe der Staat 2,1 Milliarden Pfund (3,0 Milliarden Euro) bekommen, teilte das Finanzministerium in London am Dienstag mit. Das Geld werde verwendet, um die Staatsschulden abzubauen.

Der Verkauf der 5,4 Prozent sei „ein wichtiger erster Schritt, um die Bank zu reprivatisieren“, erklärte der konservative Finanzminister George Osborne. Der Anteil des Staates an der Bank sinkt damit auf 72,9 Prozent.

Der Staat hatte die RBS 2008 vor der Pleite gerettet und dafür 45,5 Milliarden Pfund Steuergelder ausgegeben (nach heutigem Kurs fast 65 Milliarden Euro). Die Reprivatisierung schob die britische Regierung immer wieder hinaus, weil der Aktienkurs der RBS immer noch nicht die 502 Pence erreicht hat, die der Staat 2008 gezahlt hatte. Am Dienstagmorgen notierte die RBS-Aktie in London mit 336,2 Pence.

Die Opposition kritisierte den Teilverkauf als verfrüht. Der Steuerzahler verliere so fast eine Milliarde Pfund, erklärte die Abgeordnete Barbara Keely.

Der Kurs der Aktie ist so niedrig, weil die RBS diverse Streitigkeiten mit der US-Justiz noch nicht beigelegt hat. So droht noch eine Milliardenstrafe wegen des Verkaufs fauler Wertpapiere vor Beginn der Immobilienkrise in den USA.

Die RBS ist in den vergangenen Jahren stark umgebaut worden; ihr Chef Ross McEwan, ein Neuseeländer, strich tausende Stellen und konzentrierte das Geschäft der Bank wieder auf den Heimatmarkt und die Privatkunden. Das macht sie in den Augen der Regierung fit für die Loslösung vom Staat.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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