Royal Bank of Scotland
Millionenzahlung soll Investoren besänftigen

Im Streit über vermeintliche Fehlinformationen will die RBS verhindern, dass mehrere Investorengruppen vor Gericht ziehen. Allerdings haben erst drei von fünf Gruppen einer Zahlung von 800 Millionen Pfund zugestimmt.
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LondonDie Royal Bank of Scotland (RBS) hat sich im Streit mit mehreren Investorengruppen über angebliche Fehlinformationen auf die Zahlung von knapp einer Milliarde Euro geeinigt. Drei der fünf Gruppen hätten dem Deal zugestimmt, teilte die Bank am Montag mit. Die Summe von 800 Millionen Pfund (955 Millionen Euro) solle zwischen den insgesamt fünf Konsortien aufgeteilt werden.

Die RBS suche aber noch eine Einigung auch mit den beiden verbleibenden Gruppen, damit der Fall 2017 nicht vor Gericht komme. Zudem steht noch ein Vergleich mit Tausenden Kleinanlegern aus. Diese werfen der Bank vor, sie beim Verkauf von Aktien auf dem Höhepunkt der Finanzkrise über die tatsächliche finanzielle Lage im Unklaren gelassen zu haben.

Die RBS hatte im April 2008 rund zwölf Milliarden Pfund Kapital eingesammelt, musste aber sechs Monate später für mehr als 45 Milliarden Pfund vom Staat gerettet werden. Die damals neu ausgegebenen Aktien verloren rund 90 Prozent an Wert. An der Kapitalerhöhung hatten sich mehr als 35.000 Aktionäre beteiligt, darunter große institutionelle Investoren und öffentliche Pensionskassen.

Die RBS kämpft noch an mehreren Fronten: So ringt sie unter anderem in den USA um eine Einigung mit den Behörden wegen des Verkaufs von verbrieften Hypothekenpapieren vor der Finanzkrise. Beim Stresstest der britischen Zentralbank war die teilverstaatlichte Bank Ende November durchgefallen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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