Royal Bank of Scotland RBS will 14.000 Stellen streichen

Der Rückzug aus dem Investmentbanking schreitet voran: Die Royal Bank of Scotland will bis 2019 vier von fünf Arbeitsplätzen in diesem Sektor streichen. 14.000 Stellen sind betroffen, ein Großteil in den USA und Asien.
Update: 04.03.2015 - 14:24 Uhr 2 Kommentare
Vor allem in den USA und in Asien sollen Stellen im Investmentbanking gestrichen werden. Quelle: dpa
Der RBS-Hauptsitz in London

Vor allem in den USA und in Asien sollen Stellen im Investmentbanking gestrichen werden.

(Foto: dpa)

LondonDer Traum der britischen Großbanken von Milliarden-Gewinnen und sprudelnden Boni im Investmentbanking ist ausgeträumt. Frühere Top-Adressen im Kapitalmarktgeschäft wie Barclays, Royal Bank of Scotland und Co. treten reihenweise den Rückzug an und bauen Tausende Stellen ab. Allein bei der RBS dürften es 14.000 sein, wie die "Financial Times" (FT) am Mittwoch unter Berufung auf Insider berichtete. Bis 2019 sollen demnach vier von fünf Jobs im Investmentbanking des in der Krise vom Staat geretteten Geldhauses wegfallen. Ein Kahlschlag. Und ein Abgesang auf das einstige Kerngeschäft.

RBS hatte bereits vergangene Woche nach einer tiefroten Jahresbilanz angekündigt, das Investmentbanking in 25 Ländern Europas, Asiens und des Nahen Ostens aufzugeben. Jetzt werden die Abbaupläne offenbar konkret. Der "FT" zufolge sind vor allem die USA und Asien betroffen. Bei der heimischen Rivalin Barclays ist seit vergangenem Jahr klar, dass in ihrer Investmentbank ein Viertel der Mannschaft vor die Tür gesetzt wird - insgesamt 7000 Leute. Der Abbau ist in vollem Gange.

Vorstandschef Antony Jenkins legte in dieser Woche noch einmal nach und betonte angesichts eines Gewinneinbruchs im Kapitalmarktgeschäft: "Ich bin kein besonders geduldiger Mensch." Jede Sparte müsse die von ihr erwarteten Renditen erwirtschaften. Er werde nicht zögern, die Kosten weiter zu senken, falls das nötig sei.

Dass sich das Investmentbanking nicht mehr so lohnt wie vor der Finanzkrise hat mehrere Gründe: Zwar boomt schon wieder das Beratungsgeschäft rund um Fusionen und Übernahmen (M&A) in den USA und Europa. Doch im Handel hat die strengere Regulierung viele Geschäfte schlichtweg teurer gemacht, weil sie mit mehr Eigenkapital hinterlegt werden müssen. Und das ist ein knappes Gut.

Im wichtigen Handel mit festverzinslichen Wertpapieren verdirbt den Investoren die Laune, dass die Notenbanken rund um den Globus an ihrer Niedrigzinspolitik festhalten - für Anleger gibt es also kaum Gelegenheiten für Wetten auf unterschiedliche Zinsstrategien. Und nicht zuletzt kommt die Automatisierung des Handels ins Spiel - Computer lösen immer mehr den Menschen ab.

Nie wieder die alten Renditen
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2 Kommentare zu "Royal Bank of Scotland: RBS will 14.000 Stellen streichen"

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  • Ja,endlich mal gute Nachrichten aus der Welt der Banken.Weiter so!

  • >> Royal Bank of Scotland streicht 14.000 Stellen >>

    Der Anfang vom Ende der Spekulanten !

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