Rückstellungen aufgelöst
Swiss Re verdient blendend

Kaum Katastrophen – solche Quartale mögen Rückversicherungskonzerne sehr. Dementsprechend  hat die Swiss Re von Juli bis September sehr gut verdient. Dazu kam aber noch etwas anderes.
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Der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re hat die verheerenden Beben in Japan und Neuseeland weggesteckt und befindet sich auf Gewinnkurs. Nach dem katastrophalen Auftaktquartal blieben im Verlauf von 2011 weitere Großschäden aus, so dass die Nummer zwei der Branche Schadenrückstellungen auflösen konnte. Im dritten Quartal fiel der Gewinn mit 1,35 Milliarden mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Auch die Euro-Schuldenkrise überstanden die Schweizer bisher. Sie halten kaum Anleihen der hoch verschuldeten Euro-Staaten in den Bücher. Die Investmenterträge entwickelten sich von Juli bis September nach weiteren Angaben vom Donnerstag stabil.

Die Börse honorierte den unerwarteten Gewinnanstieg mit einem Kurssprung: Die Aktien stiegen um 6,2 Prozent auf 49,07 Franken und ließen die europäischen Versicherungswerte weit hinter sich. Belasten könnten die Bilanz noch die schweren Überschwemmungen in Thailand. Zwar lassen sich die Schäden der Jahrhundertflut noch nicht schätzen. Swiss Re könnte aber für Produktionsausfälle internationaler Computer- und Automobil-Konzerne geradestehen müssen.

2011 dürfte zu einem der teuersten Schadenjahre für die weltweite Versicherungsindustrie werden. Die Schweizer haben aber vorgesorgt. Der Hurrikan „Irene“, der im August die amerikanische Ostküste traf, belastete Swiss Re weniger als befürchtet, der Konzern konnte Schadenrückstellungen auflösen. Dazu kamen niedrigere Steuern und Gewinne aus Währungsabsicherungen. Insgesamt summierten sich die Einmaleffekte nach den Worten von Finanzchef George Quinn auf rund 700 Millionen Dollar.

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