Rückversicherer: Münchener Rück hält an Dividende fest

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Münchener Rück hält an Dividende fest

Die Münchener Rück erweist sich in der Finanzkrise derzeit als Fels in der Brandung: Der weltgrößte Rückversicherer blickt auf ein erfolgreiches Quartal 2008 zurück, da die Gewinne wie erwartet erzielt werden konnten. Die Aktionäre dürfte es freuen: Die Dividende bleibt auf dem Niveau des Vorjahres.

MÜNCHEN. Die Münchener Rück hat im Gesamtjahr 2008 trotz erneut hoher Abschreibungen im vierten Quartal den versprochenen Gewinn geschafft, sagte Finanzvorstand Jörg Schneider in einem Interview mit dem Handelsblatt. "Angesichts zum Teil Schwindel erregender Verluste rings um uns herum können wir mit dem eigenen Gewinn zufrieden sein." Es ist soweit ersichtlich, keine üble Überraschung von dem Konzern zu erwarten, sagte der 50-jährige Manager. Der Konzern will daher die Dividende für 2008 stabil halten. "Wir haben die finanzielle Kraft, unsere Dividende aufrechtzuerhalten", sagte Schneider.

Die Münchener Rück bekommt die Folgen der Finanzkrise allerdings deutlich zu spüren. "Verglichen mit den Jahren vor der Finanzkrise ist das Ergebnis natürlich nicht gut. Im vierten Quartal haben wir weitere Abschreibungen in erheblichem Umfang vornehmen müssen", sagte Schneider. Die Münchener Rück hatte bereits im dritten Quartal 2008 rund eine Milliarde Euro abgeschrieben. "Wir sitzen in einem solide gezimmerten Boot. Ab einer gewissen Wellenhöhe wird es auch hier reinschwappen. Wann das ist, ist schwer zu sagen. Das Umfeld hat sich weiter verschlechtert." Ursprünglich hatte die Münchener Rück einen Gewinn von bis zu 3,4 Milliarden Euro angekündigt, die Erwartungen dann aber schrittweise gesenkt.

Der Finanzchef rechnet jedoch nicht damit, dass die Münchener Rück 2009 in die roten Zahlen rutscht. Vielmehr blickt er optimistisch in die Zukunft: "Ich glaube, dass alles Negative bald in den Finanzmärkten eingepreist ist und die fatale Spirale an Überraschungen, Kurseinbrüchen und weiteren Abschreibungen zum Stillstand kommt", sagte er dem Handelsblatt.

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