Rückversicherer
Rückschlag für Swiss Re

Die britische Tochter Admin Re bereitete dem Schweizer Rückversicherer Swiss Re zuletzt wenig Freude. Offen boten die Schweizer ihre Tochter darum zu Verkauf an. Doch der ist nun geplatzt.
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ZürichDie Verhandlungen zwischen Swiss Re und dem britischen Abwicklungsspezialisten Phoenix Group Holdings über eine Übernahme des britischen Teils des Swiss Re Tochter Admin Re sind geplatzt, teilte Swiss Re mit. „Die beiden Gesprächsparteien konnten sich nicht auf die Konditionen einigen“, hieß es.

Im Juli hatte Swiss Re bekannt gegeben, mit Phoenix darüber zu verhandeln, dass Phoenix das britische Geschäft der Tochter Admin Re übernehmen könnte. Admin Re ist Einheit der Swiss Re, die von anderen Gesellschaften Lebensversicherungs-Portfolios aufkauft und dann abwickelt; sprich, es wird kein Neugeschäft mehr gezeichnet. Der Gewinn entsteht dadurch, dass von den übernommenen Reserven nach Abwicklung aller Schäden etwas übrig bleibt im Zuge der Abwicklung. Das Geschäft ist sehr kapitalintensiv.

Die Phoenix ist auf dieses Geschäft spezialisiert und verwaltet 68,7 Milliarden Pfund an Vermögenswerten. Dem Plan zufolge sollte Phoenix den britischen Teil von Admin Re übernehmen, im Gegenzug hätte Swiss Re ein Minderheitsanteil an Phoenix bekommen.

Analysten sehen das Geschäft kritisch, die Experten von Barclays bezeichneten Admin Re bereits einmal als „die dunkle Seite von Swiss Re“. Im dritten Quartal fiel der Gewinn der Sparte von 823 Millionen Dollar auf nur noch 151 Millionen Dollar. Im Vorjahresergebnis ist allerdings der Verkaufserlös von 626 Millionen Dollar enthalten, den Admin Re für den Verkauf des US-Geschäfts erhalten hatte. Trotz aller Kritik will Swiss Re an dem Abwicklungsgeschäft in Europa festhalten, teilte der Konzern am Mittwochabend mit. „Swiss Re ist weiterhin überzeugt, dass Admin Re zur Erreichung der Finanzziele des Unternehmens beitragen (...) wird“, hieß es.

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