Rückversicherer
Scor erhöht Dividende

Die französische Scor kann ihren Gewinn und Dividende zweistellig steigern - und rechnet mit einem Anstieg der Inflation. Die Naturkatastrophen in Australien und Neuseeland belasten die Gruppe aber.
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Das Konzernergebnis sei 2010 um 13 Prozent auf 418 Millionen Euro gestiegen, teilte Scor mit. Der Umsatz erhöhte sich um fünf Prozent 6,7 Milliarden Euro, die Dividende steigt um zehn Prozent auf 1,1 Euro je Aktie. Das Konzernergebnis auf Rekordniveau ermögliche, 47 Prozent des Gewinns auszuschütten. Die Gesamtrendite für Scor-Aktionäre, darunter die Dividende, belaufe sich für 2010 auf 15,3 Prozent.

Konzernchef Denis Kessler erklärte, Scor habe 2010 in sämtlichen Geschäftssparten sehr gute Leistungen erbracht. Bei Scor gingen Wachstum, Rentabilität und Solvabilität weiterhin Hand in Hand. Die Eigenkapitalrendite (ROE) erreichte 10,2 Prozent. Das Eigenkapital stieg um 11,6 Prozent auf 4,352 Milliarden Euro.

Im vierten Quartal habe Scor seine Kapitalanlagen auf die wahrscheinliche Rückkehr der Inflation und höhere Zinssätze ausgerichtet. Das qualitativ hochwertige Portfolio für festverzinsliche Wertpapiere mit einem durchschnittlichen Rating von AA behalte seine relativ kurze und stabil bleibende Laufzeit von 3,4 Jahren bei. Barmittel und kurzfristige Anlagen sind darin nicht enthalten. Diese betrugen Ende Dezember 1,266 Milliarden Euro oder 6,1 Prozent der Nettoinvestitionen.

Die Naturkatastrophen in Australien und Neuseeland belasten die Gruppe mit rund 200 Millionen Euro vor Steuern. Seit Anfang 2011 wurde Australien von einer ungewöhnlich schwerwiegenden Naturkatastrophenserie mit Wirbelstürmen und Überschwemmungen heimgesucht, gefolgt von Neuseeland, wo die Stadt Christchurch von einem weiteren Erdbeben verwüstet wurde. Die gesamte Rückversicherungsbranche sei von diesen erheblichen Schadenereignissen betroffen.

Auf Basis der gegenwärtig verfügbaren Informationen schätzt SCOR den Netto-Schadenaufwand für die Gruppe auf rund 100 Millionen Euro vor Steuern für die Schadenereignisse 2011 in Australien sowie weitere 100 Millionen Euro für das zweite Erdbeben in Neuseeland. Die Gruppe sei gegenüber Schäden aus Naturkatastrophen auf den Märkten Australien und Neuseeland über ein externes Retrozessionsprogramm ab einem Betrag von 185 Millionen Dollar pro Schadenereignis abgesichert.

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