Rückversicherer: Swiss Re zahlt Buffett aus und steigert den Gewinn

Rückversicherer
Swiss Re zahlt Buffett aus und steigert den Gewinn

Die Schweizer Börse hat sich vergleichsweise mau entwickelt, aber die Swiss Re ist einer der Lieblinge im Leitindex SMI. Zurecht, denn der weltweit zweitgrößte Rückversicherer hat zu alter Ertragskraft zurückgefunden.
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FrankfurtIm Reingewinn der Swiss Re spiegelte sich dies jedoch noch nicht wider, weil der Schweizer Versicherer wie angekündigt vorzeitig eine Anleihe des US-Investors Warren Buffett zurückgezahlt hat. Der Jahresgewinn 2010 stieg dennoch um 74 Prozent auf 863 Millionen Dollar. Damit stieg die Eigenkapitalrendite von 2,3 von 3,6 Prozent. Ohne die Kündigung der Wandelanleihe habe Swiss Re netto 2,3 Milliarden Dollar verdient. Das entspreche einer Eigenkapitalrendite von 9,2 Prozent. Die Anleihe war im November 2010 gekündigt und im Januar 2011 zurückgezahlt worden.

„In den letzten zwei Jahren haben wir viel erreicht“, erklärte Stefan Lippe, der Präsident der Geschäftsleitung. Swiss Re war im Zuge der Finanzkrise finanziell in Not geraten und musste von der Buffett-Gesellschaft Berkshire Hathaway eine Kapitalspritze annehmen. In der Zwischenzeit habe Swiss Re jedoch seine Bilanz gestärkt, neue Prioritäten gesetzt und die  Führungsstruktur optimiert. Im nächsten Schritt werde nun die rechtliche Struktur von Swiss Re angepasst, um das Geschäftspotenzial voll auszuschöpfen.

Swiss Re habe 2010 ein starkes Ergebnis erzielt, erklärte die Gesellschaft. Das Eigenkapital betrug zum Jahresende unverändert 25,3 Milliarden Dollar. Swiss Re habe 2010 rund vier Milliarden Dollar an Kapital erwirtschaftet und damit den Einfluss der Rückzahlung der nachrangigen Wandelanleihe ausgeglichen. Das Kapital von Swiss Re lag am Jahresende um mehr als 10 Milliarden Dollar über dem für ein AA-Rating von Standard & Poor's erforderlichen Niveau. Der Versicherer war im Zuge der Finanzkrise von der Ratingagentur herabgestuft worden. Oberstes Ziel ist es, die Note „AA“ so schnell wie möglich wieder zu erhalten.

Im Zusammenhang mit den Überschwemmungen in Queensland (Australien) schätzt Swiss Re für das vierte Quartal 2010 eine Schadenslast in Höhe von 100 Millionen Dollar. Für das erste Quartal 2011 belaufen sich vorläufige Schätzungen auf 225 Millionen Dollar. Die Schäden durch den australischen Zyklon Yasi schätzt Swiss Re auf ungefähr 100 Millionen Dollar. Diese Prognosen seien mit erheblichen Unsicherheiten behaftet und unterlägen dem Vorbehalt weiterer Änderungen.

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