Rückversicherer zu Brexit Munich Re erwartet Schaden für britische Konjunktur

Düstere Aussichten für die britische Wirtschaft: Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re sieht einen langfristigen Wachstumsrückgang durch den EU-Austritt. Bei einem Misslingen der Verhandlungen käme es noch schlimmer.
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Die Münchener fürchten den Brexit. Quelle: dpa
Munich Re

Die Münchener fürchten den Brexit.

(Foto: dpa)

MünchenDer weltgrößte Rückversicherer Munich Re erwartet in den nächsten zwei Jahren einen deutlich spürbaren Brexit-Schaden für die britische Konjunktur. Das Wirtschaftswachstum dürfte sich 2017 auf 1,6 Prozent und 2018 auf 1,3 Prozent verlangsamen, sagte der Chef-Volkswirt des Rückversicherers, Michael Menhart, am Mittwoch. „Der Brexit wird die britische Wirtschaft langfristig belasten, und zwar stärker als die verbleibenden EU-Länder.“

2016 lag das Wirtschaftswachstum in Großbritannien noch bei 1,8 Prozent. Schon während der Verhandlungsperiode werde die Aussicht auf einen „Hard Brexit“, mit Verlust des Zugangs zum europäischen Binnenmarkt, sehr wahrscheinlich die Investitionen in Großbritannien bremsen und zu ersten Standortverlagerungen in die EU führen, sagte Menhart.

„Der unmögliche Traum wird wahr“
EU-Ratspräsident Donald Tusk
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„Nach neun Monaten hat Großbritannien geliefert.“

Donald Tusk nimmt das Austrittsgesuch entgegen
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„Was kann ich noch sagen? Wir vermissen euch jetzt schon. Danke und Good Bye!“

Premierministerin Theresa May
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„Wir sollten uns konstruktiv und respektvoll aufeinander einlassen, in einem Geist aufrichtiger Kooperation.“

Der EU-Chefunterhändler Michel Barnier
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„Heute ist Tag eins eines sehr schwierigen Wegstrecke“

Der ehemalige Chef der EU-feindlichen Ukip-Partei, Nigel Farage
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„Der unmögliche Traum wird wahr. Heute überschreiten wir den Punkt, von dem es kein Zurück mehr gibt.“

Angela Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Antrag Großbritanniens zum EU-Austritt zutiefst bedauert und die Europäische Union trotzdem als bleibende Erfolgsgeschichte bezeichnet. Deutschland und die anderen EU-Partner hätten sich diesen Tag nicht gewünscht, sagte Merkel. „Wir verlieren einen starken und wichtigen Mitgliedstaat.“ Es sei aber auch ein Tag des Aufbruchs. Denn nun habe die EU mehr Klarheit, wie die britische Seite sich die Trennung vorstelle. Premierministerin Theresa May habe ihr in einem Telefonat am Dienstag einen engen Austausch zugesichert, berichtete Merkel. Sie sagte: „Ich wünsche mir, dass Großbritannien und die EU enge Partner bleiben.“

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel
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„Wir brauchen einander. (...) „Lasst uns Freunde bleiben!“

Falls die Austrittsverhandlungen misslingen sollten und Großbritannien keine Einigung mit der EU über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen erzielen kann, sieht Menhart für die Zukunft noch größere Auswirkungen. „Dann gälten die Regeln der Welthandelsorganisation mit Zöllen und anderen Handelsbeschränkungen. Folge davon wären ganz erhebliche Wachstumseinbußen für die britische Wirtschaft.“

  • dpa
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