Rückversicherung Allianz Re fürchtet sinkende Gewinne

Die Rückversicherungssparte der Allianz gibt sich pessimistisch: 2009 entwickle sich der Gewinn trotz steigender Prämieneinnahmen rückläufig. Hoffnung machen die Unfall- und Kredit-Rückversicherung.
Die Allianz Re gibt sich pessimistisch. Quelle: Reuters

Die Allianz Re gibt sich pessimistisch.

(Foto: Reuters)

HB FRANKFURT. Wegen der Belastungen durch Wirbelstürme und das Kredit- und Garantiegeschäft werde es 2009 schwierig, das operative Ergebnis des Vorjahres zu erreichen, sagte Allianz-Re-Chef Clemens von Weichs am Mittwoch in Frankfurt. Im laufenden Jahr sollen die Bruttoprämieneinnahmen durch veränderte Risikobündelung und Selbstbehalt von zuletzt 3,8 Mrd. auf 3,9 bis 4,0 Mrd. Euro wachsen. Bis zum Jahr 2011 sollen Prämien und operatives Ergebnis durch die Maßnahmen um zehn Prozent zulegen.

Die Allianz Re hat im Allianz-Konzern vor allem die Rolle des Rückversicherers für die Tochtergesellschaften. 70 Prozent der Rückversicherungsabgaben aus dem Konzern laufen von Weichs zufolge bei Allianz Re auf, die wiederum 25 Prozent der Risiken an andere Rückversicherer abgibt. Das Geschäft mit anderen Erstversicherern mache bei Allianz Re rund 17 bis 18 Prozent der Prämieneinnahmen aus. Nach Prämieneinnahmen sieht sich Allianz Re an achter Stelle der Rückversicherer weltweit.

In der Unfall- und Kredit-Rückversicherung erwartet von Weichs für 2009 tendenziell steigende Preise. In der Haftpflicht-Rückversicherung rechnet er hingegen mit stagnierenden Bedingungen. Hier drücke der harte Wettbewerb auf die Preise.

Die Platzierung von Katastrophenrisiken am Kapitalmarkt ist nach Einschätzung von Weichs durch die Finanzkrise nicht beerdigt worden. „Der Cat-Bond-Markt wird wiederkommen, wenn sich die Finanzmärkte stabilisiert haben“, schätzt er. Schließlich gelte, dass die Entwicklung von Versicherungsrisiken nicht mit den Kapitalmärkten zusammenhänge. Im laufenden Jahr will die Allianz Re allerdings keine weiteren Katastrophen-Risiken an den Markt bringen. Ab 2010 sei aber mit Neuemissionen zu rechnen.

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