Rückversicherungsgeschäft
Swiss Re legt Zwist mit Warren Buffett bei

Swiss Re und der US-Starinvestor Warren Buffett haben ihren Streit über ein Rückversicherungsgeschäft beigelegt. Ob der Schweizer Rückversicherer allerdings mit der neuen Vereinbarung besser da steht, ist fraglich.
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Zürich Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway übernimmt künftig weniger Risiken aus einem Lebensversicherungs-Portfolios der Schweizer und zahlt Swiss Re dafür einmalig 610 Millionen Dollar. Unter dem Strich werden davon im ersten Quartal rund 100 Millionen Dollar Gewinn übrig bleiben, wie Swiss Re am Donnerstag mitteilte. Die Schweizer müssen unter anderem neue Rückstellungen für das aufs eigene Buch zurückgenommene Geschäft bilden.
In dem Streit ging es um ein 2010 abgeschlossenes sogenanntes Retrozessionsgeschäft: Swiss Re hat Risikolebensversicherungen in den USA bei Berkshire Hathaway rückversichert. Die Amerikaner fuhren in der Folge aus dem Geschäft Verluste ein und machten Schadenersatzansprüche gegenüber Swiss Re geltend. Mit der nun getroffenen Vereinbarung wird Berkshire Hathaways künftig für maximal 1,05 Milliarden Dollar Schaden geradestehen statt für 1,5 Milliarden Dollar. Ob sich die neue Regelung für Swiss Re schlussendlich rechnet, ist ungewiss: "Es besteht keine Sicherheit, dass der von Berkshire Hathaway bezahlte Betrag ausreichen wird, um zukünftige Schäden zu decken", teilte Swiss Re mit.

An der Börse schlug die Neuigkeit keine großen Wellen. Die Swiss Re-Aktien stiegen um 0,4 Prozent auf 77,60 Franken und entwickelte sich damit etwas besser als die europäischen Versicherungswerte.
Buffett hatte Swiss Re 2008 unter die Arme gegriffen, nachdem der zweitgrößte Rückversicherungskonzern der Welt in der Finanzkrise mit riskanten Anlagen Schiffbruch erlitten hatte. Berkshire Hathaway ist mit einer Beteiligung von 3,1 Prozent einer der größten Aktionäre von Swiss Re.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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