Rufmord-Kampagne
DVAG weist Vorwürfe scharf zurück

Die Finanzberatungsfirma DVAG soll eine Rufmord-Kampagne gegen den Chef des größten Konkurrenten AWD, Carsten Maschmeyer, in Auftrag gegeben haben. Das Unternehmen bestreitet die Darstellungen des Ex-Mitarbeiters.
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Frankfurt/MainDer Finanzvertrieb Deutsche Vermögensberatung (DVAG) hat vehement bestritten, in die „Rufmord“-Kampagne eines ehemaligen Mitarbeiters gegen den früheren Konkurrenten AWD verwickelt gewesen zu sein. DVAG weise die Vorwürfe „entschieden zurück“, teilte das Unternehmen am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Wie das Handelsblatt zuvor berichtete, behauptet der Insider Stefan Schabirosky in einem Buch, er habe über Jahre hinweg eine Diffamierungs-Kampagne gegen AWD und den Unternehmer Carsten Maschmeyer gesteuert und sei dafür von der Konkurrenz DVAG aus Frankfurt bezahlt worden.

Die DVAG teilte mit, Schabirosky habe der DVAG nach seinem Ausscheiden beim AWD „offenbar aus Verärgerung“ Informationen über den Konkurrenten und weitere Informationen über die Branche angeboten. „Bei diesen Informationen handelte es sich um allgemein zugängliche Informationen, die jeder Handelsvertreter kennt und bereits bei Schulungen offenbart werden.“ Da Schabirosky jedoch über umfassende Branchenkenntnisse im Allgemeinen verfügt und die Branche sich im Umbruch befunden habe, habe die DVAG mit ihm einen Beratungsvertrag als Controller abgeschlossen.

Im Anschluss habe Schabirosky den europäischen Markt der Finanzdienstleister für die DVAG beobachtet. Er sei eigenverantwortlich tätig gewesen und habe weder Weisungen noch konkrete Aufträge seitens der DVAG erhalten.

„Nachdem keine verwertbaren Arbeitsergebnisse geliefert wurden und die Erkenntnis reifte, dass Schabirosky überwiegend und auf Kosten der DVAG einen persönlichen Rachefeldzug gegen den AWD führte, trennte sich die DVAG Ende 2008 von Schabirosky.“ Dieser habe in diesem Kontext eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, dass mögliche Missachtungen von Gesetzen auf sein eigenes „Tun und Handeln ohne Wissen, ohne Weisung der DVAG geschehen“ seien.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rufmord-Kampagne: DVAG weist Vorwürfe scharf zurück"

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  • Der arme, arme Carsten Maschmeyer. Er tut mir wirklich leid. Hätte er doch heute ggf. eine Milliarde Euro noch mehr auf seinem Konto. Er verfällt sicherlich jetzt in eine depressive Phase. Armer Kerl, wo er doch so vielen Menschen deren Vermögen "vermehrt" hat.

  • -ohne das Bild von Herrn Maschmeyer und Frau Ferres ? Null Kicks !

  • @Rainer Hake

    Sehe ich absolut ähnlich, zumal der Autor anscheinend deutlich bewiesen hat, was für ihn sehr wichtig ist: GELD!!!

    Eine bessere Werbung konnte er kaum bekommen. Selbst wenn der Inhalt der Buches interessant sein sollte, würde ich es niemals kaufen. Einen Menschen mit einer solchen Haltung und seinen darauf folgenden Machenschaften (aufgrund eines gekränkten Selbstwertgefühles) möchte ich wahrlich nicht durch den Kauf seines Buches unterstützen.

    Obwohl ich mir die Unterstützung durch die DVAG sehr gut vorstellen könnte und auch die Hintergründe und Vorgehensweise spannend finde.

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