Rufschädigung
Gross und Pimco streiten vor Gericht weiter

Die 200 Millionen Dollar schwere Klage von Bill Gross gegen Pimco ist statthaft, befand ein US-Gericht. Die Allianz-Tochter habe ihn fälschlicherweise bezichtigt, das Unternehmen abrupt verlassen zu haben, so Gross.

New YorkEin US-Gericht hat die mindestens 200 Millionen Dollar schwere Klage des Anleihe-Investors Bill Gross im Zusammenhang mit seinem Ausscheiden aus der von ihm mitgegründeten Fondsgesellschaft Pimco zugelassen. Der 71-Jährige habe dafür ausreichend Punkte dargelegt, darunter eine Reihe von mutmaßlichen Beschäftigungsversprechen, sagte Richterin Martha Gooding. Die Allianz -Tochter Pimco akzeptierte die Entscheidung am Montag. Man sei zuversichtlich, sich vor Gericht durchzusetzen, sagte Anwalt David Boies. Pimco hat bereits erklärt, Gross habe keine Beschäftigungsgarantie gehabt.

Gross hatte Pimco im September 2014 abrupt verlassen. Er sieht sich als Opfer einer Intrige von Pimco-Managern, die ihm seinen Anteil an den Bonus-Zahlungen geneidet hätten. Er fordert mindestens 200 Millionen Dollar, die ihm Pimco nach seiner Darstellung im Zuge seines Ausscheidens aus dem Unternehmen schuldet.

Gross hatte jahrelang den einst größten Anleihefonds der Welt, Pimco Total Return, geführt. Investoren hatten dort aber massiv Geld abgezogen, nachdem Gross sich mehrfach mit US-Staatspapieren verspekuliert hatte. Zudem gab es Kritik an seinem Führungsstil. Die Mittelabflüsse bei Pimco setzten sich auch nach Gross' Abgang fort.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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