Russische Privatbank
Ukraine-Krise setzt Sberbank zu

Die drohende Rezession und die internationale Isolation machen der größten Privatbank Russlands zu schaffen. Der Gewinn der Sberbank sank im ersten Quartal deutlich. Auch der Branchenzweite steckt in Schwierigkeiten.
  • 0

MoskauRusslands größtes Geldhaus Sberbank bekommt die Folgen des Ukraine-Konflikts zu spüren. Der Gewinn sank im ersten Quartal um 18 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro (knapp 73 Milliarden Rubel), wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Für faule Kredite stellte sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als doppelt so viel zurück.

Neben der Ukraine-Krise macht dem staatlichen Institut auch der Rubel-Verfall und die drohende Rezession in Russland zu schaffen. Mit denselben Problemen hat auch der Branchenzweite VTB zu kämpfen, der am Dienstag einen noch drastischeren Gewinneinbruch auswies. Der Westen hat im Streit um das Vorgehen in der Ukraine Sanktionen gegen Russland verhängt und droht mit weiteren Strafmaßnahmen.

Die Entwicklung der Sberbank gilt als Indikator für den Zustand der russischen Wirtschaft, deren rasantes Wachstum inzwischen fast zum Stillstand gekommen ist. In diesem Jahr wird nur noch ein Plus von 0,5 Prozent erwartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Russische Privatbank: Ukraine-Krise setzt Sberbank zu"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%