Sanktionsverletzungen
USA wollen angeblich BNP-Manager aus dem Amt drängen

Weil sich die die französische Großbank BNP nicht an US-Sanktionen gegen mehrere Länder hielt, fordert die New Yorker Bankenaufsicht angeblich personelle Konsequenzen. Auch von einer Milliardenstrafe ist die Rede.
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US-Behörden werfen der französischen Großbank BNP Paribas vor, amerikanische Sanktionen gegen Länder wie den Iran, Syrien oder den Sudan mit Geldüberweisungen verletzt zu haben. Nun fordert die New Yorker Bankenaufsicht Konsequenzen und drängt nach Angaben eines Insiders einen Spitzenmanager der BNP zum Rücktritt.

Als Teil eines Vergleichs fordere die Behörde den Abschied von Georges Chodron de Courcel, sagte ein mit der Angelegenheit Vertrauter der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Neben Courcel, der für das operative Geschäft zuständig ist, sollen auch etwa ein Dutzend weiterer Beschäftigter gehen. Weder die Bank noch die New Yorker Bankenaufsicht wollten sich dazu äußern.

Erst am Donnerstag lehnte es US-Präsident Barack Obama am Donnerstag ab, sich für die BNP einzusetzen. Es habe in den USA Tradition, dass sich der Präsident nicht in die Strafverfolgung einschalte, erklärte Obama. Die Regierung in Paris hatte wegen der drohenden US-Milliardenstrafe für die größte Bank des Landes mit Auswirkungen auf die transatlantischen Freihandelsgespräche gedroht.

Wegen den Sanktionsverletzungen soll die BNP Insidern zufolge womöglich mehr als zehn Milliarden Dollar zahlen. Auch andere Geldhäuser wie die Deutsche Bank werden wegen einer mutmaßlichen Verletzung von Sanktionen überprüft. Gegen mehrere Institute wurden bereits Strafen verhängt, darunter Standard Chartered aus Großbritannien. Auch im Skandal um Zinsmanipulationen und im Steuerstreit mit Schweizer Banken verhängten die US-Behörden hohe Bußen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das Beispiel BNP zeigt, wie die USA versuchen über Monopole (Lizenzwirtschaft) die europäische Bankenlandschaft zum Vorteil ihrer eigenen zu kontrollieren und das BEVOR das FREISCHWINDEL-Abkommen in Gang gekommen ist, das genau dasselbe, nur mit der gesamten Europäischen Volkswirtschaft, beabsichtigt.

    Das Dollar-Privileg ermöglicht der USA bzw. deren Finanz- und Machtapparat auch jetzt schon gewisse Vorteile wie praktisch unbeschränkte Geldaufnahme zu selbstbestimmten Zinsen (siehe Inflation) - jedenfalls solange das Dollar-System bestand hat (und gewissen Meldungen zufolge nutzen sie es derzeit, um via US-Firmen mit schnell „gedruckten“ Dollars weltweit Firmen und Sachwerte aufzukaufen).

    Darüber hinaus aber bedeutet dieses Privileg des Druckens des Weltgeldes auch einen globalen POLITISCHEN Machtanspruch wie eben das Beispiel der BNP-“Strafe“ zeigt.

    BNP hatte IM AUSLAND!!!! (nicht USA!) gegen UNILATERALE US-Gesetze verstoßen und trotzdem erklärte sich die US-“Rechts“-Sprechung zuständig weil die Transaktionen in der Weltwährung Dollar abliefen. Genau auf diese Weise werden auch Sanktionen gegen andere Staaten UNILATERAL durch die USA erklärt (und können nur auf Umwegen unterlaufen werden wie z.B. der Indien-Iran-Türkei Gold-Öl-Dreieckshandel. Dann kommen aber früher oder später die Drohnen oder noch schlimmer die Twitter-und-Konsorten Farben-Revolutionen).

    Also: politischer Druck via der Dollarlizenz oder via dem Swift-System (ebenfalls eine „Lizenz“) verbunden mit der Existenz von Flugzeugträgern und der Kontrolle der Seetransportwege sichern den Einfluß der USA. Man sieht, diese MONOPOLE dienen der USA als politisches Mittel ihren Weltherrschafts-Anspruch durchzusetzen (Amerikaner sind „exceptional“!!!), und daher versuchen sie es mit den Freischwindel-Abkommen noch stärker und für IMMER UND EWIG rechtlich zu zementieren, dh. ihre „Verbündeten“=Vasallen (sie kennen keine Freunde) damit durch Scheinrecht an sich zu binden (an sich zu KETTEN).

    AMI GO HOME!

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