Santander-Bank
Spanisches Großinstitut will Filialen schließen

Die spanische Großbank Santander will ihr heimisches Filialnetz deutlich ausdünnen. 450 der insgesamt 3467 Geschäftsstellen sollen geschlossen werden. Es handele sich dabei vor allem um sehr kleine Filialen.

MadridDie spanische Großbank Santander will ihr Filialnetz in Spanien ausdünnen. Dies kündigte das Management des Geldinstituts den Gewerkschaften an. 450 Geschäftsstellen sollten geschlossen werden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Efe am Freitag unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Dies entspricht etwa 13 Prozent der knapp 3500 Filialen. Santander wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

Das Geldinstitut strebt nach diesen Informationen eine Umstrukturierung an. Es wolle ein Netz von größeren Geschäftsstellen aufbauen, die rentabler seien und den Kunden mehr Leistungen anbieten können, hieß es. Im Rahmen der Schließung kleinerer Filialen sollen auch Mitarbeiter entlassen werden. Die Zahl war zunächst nicht bekannt. Nach Medienberichten könnten etwa 1000 bis 2500 Arbeitsplätze abgebaut werden. Das Bankhaus beschäftigt in Spanien 24.000 und weltweit 190.000 Mitarbeiter.

Spanien hatte lange Zeit die höchste Filialdichte in Europa. Auch nach den Einsparungen infolge der Finanzkrise haben viele Banken noch einen überdurchschnittlich großen Mitarbeiterstamm. Doch der Trend zu Bankgeschäften via Internet und steigende Anforderungen der Aufseher setzen die Geldhäuser verstärkt unter Druck.

Santander wies für das Schlussquartal 2015 einen stagnierenden Nettogewinn aus. Die Bank musste unter anderem höhere Rückstellungen für faule Kredite bilden. Bis 2018 will sie drei Milliarden Euro einsparen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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