Santander-Schätzung

Spanische Banken brauchen 40 Milliarden Euro

Die Finanzlage spanischer Banken ist ein kritischer Punkt in der Diskussion über die Lage der Eurozone. Der Vorstandschef der auch in Deutschland aktiven Santander schätzt den Bedarf der Branche auf 40 Milliarden Euro.
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Emilio Botin, Vorstandschef von Santander, der größten spanischen Bank. Quelle: Reuters

Emilio Botin, Vorstandschef von Santander, der größten spanischen Bank.

(Foto: Reuters)

BrasiliaSpaniens Banken benötigen dem Vorsitzenden der Banco Santander zufolge rund 40 Milliarden Euro an zusätzlichem Kapital. Emilio Botin nannte die Summe am Montag in Brasilia in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. In Spanien gebe es "keine Finanzkrise", sagte er weiter, sondern nur einige wenige Banken, die finanzielle Hilfe benötigten. Santander ist die größte Bank Spaniens. Experten der Bundesregierung rechnen Medienberichten zufolge, dass die spanische Bankenwirtschaft eine Kapitalspritze von 50 bis 90 Milliarden Euro benötigt.

Die Regierung in Madrid hatte in den vergangenen Wochen mehrmals Geld für seine Banken außerhalb des bisherigen Rettungsverfahrens gefordert. Dies lehnt Deutschland ab. Die Bundesregierung wies am Montag einen Bericht zurück, sie dränge Spanien unter den Euro-Rettungsschirm EFSF.

  • rtr
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7 Kommentare zu "Santander-Schätzung: Spanische Banken brauchen 40 Milliarden Euro"

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  • So sehe ich es auch. Die Banken müsssen kapieren, Steuergelder gibts nicht. Die Spanier könnten ja auch sowas wie die HRE Rettung durchziehen (rund 250 Millarden), tun sie aber nicht, sie machen transparenter was passiert ist, und wollen aus eigener Kraft ihren Stall sauber bekommen. Mir imponiert das.

  • gut so...ich brauche etwa zwanzig tausend, herr schmidt braucht vierhundertfuenfzig,und kleine susi braucht heute zwoelf euro - wem sollen wir schreiben ?!

  • Der Lerneffekt für Europa ist ja schon vorhanden wir müssen ihn nur konsequent umsetzen und nicht wieder aufweichen. Wenn Banken (wie in Spanien) Beleihungen von 120% als normal angesehen haben, dann müssen sie bei einer solchen spekulativen Geschäftspraxis auch vom Markt verschwinden, wenn sie auf ihrem " Gegenwert" sitzenbleiben. Hier darf es nie eine Rettungsaktion geben. Also verstaatlichen, die Aktionäre (die dieses Geschäftsmodel gestützt haben) erhalten nichts und die Bank muß anschließend abgewickelt werden unter EU Aufsicht. Nur so kann eine Bereinigung des europäischen Bankensektors erfolgen und Europa für die Zukunft stabiler aufgestellt werden. Alle anderen verdeckten Hilfen verlängert nur die Krise und vernichtet ungeheure Summen an Steuergelder. Wenn dabei nur eine Bank in Spanien übrig bleibt, dann ist es eben das Ergebnis eines großen Roulettspiels. Unser Steuergeld darf nicht mißbraucht werden.

  • Also von Enteignung kann keine Rede sein! Eine Beteiligung an einer Schrottfirma ist eben nichts mehr wert, ging mir mit der IKB genauso. Aber die Abwicklung der HRE hätte sehr viel günstiger für den Bund ablaufen können. Im Rahmen einer Insolvenz hätte man beispielsweise diesem amerikanischen Großinvestor nicht noch 500 Mio Euro hinterher schmeißen müüssen und die gerichtlichen Auseinandersetzungen um Boni hätte man sich auch ersparen können.

  • Alles nur geschätzt,pi mal Daumen,mehr nicht.Den wahren Bedarf kennt keiner.

  • Lerneffekt? Die HRE wurde "gerettet", um die Risiken sukzessive und schondend abzubauen anstatt die vorhandenen Werte im Rahmen einer Insolvenz zu verschleudern. Die Aktionäre wurden dabei praktisch enteignet. Die Bank arbeitet nur sehr abgespeckt weiter und wird ansonsten abgewickelt. Was genau wäre denn der Vorteil eines chaotischen Endes wie bei Lehman gewesen?

  • Man kann wirklich nur hoffen, dass sich Merkel gegen all diese Begehrlichkeiten mit Macht entgegenstemmt. Viele dieser Banken sind weder wettbewerbsfähig noch wirtschaftlich. Deshalb wären auch diese Gelder, wie in Griechenland, unrettbar verloren!
    Es kann nicht sein, dass immer wieder aufs Neue jemand hinsteht und Gelder von der EU fordert (ohne Sicherheiten) und im nächsten Moment zahlt die EU. Das läuft marktwirtschaftlichen Prinzipien total zuwider. Leider hat Merkel mit der Rettung der HRE ein völlig falsches Zeichen gesetzt. Die Politik muss endlich den Mut haben, unwirtschaftliche Unternehmen auch Pleite gehen zu lassen. Ich bin überzeugt, der Lerneffekt wird ein ungeheuerlicher sein...

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