Satiriker zu Fitschen und Jain
„Deutsche Bank, ihr seid Loser“

Der Börsenwert der Deutschen Bank mag unter den zahlreichen Skandalen, den Führungsquerelen und dem Streit um die Strategie gelitten haben, doch der Satirewert des Instituts erklimmt rekordverdächtige Werte.
  • 0

FrankfurtFrüher war die Deutsche Bank der unangefochtene Star der deutschen Finanzszene: höchstes Renommee, höchste Gehälter, die cleversten Investmentbanker und gern gefragter Ratgeber in der Politik. Von diesem Nimbus ist wenig geblieben, zuletzt zeigten sogar die Aktionäre der Führungsetage der Bank die gelb-rote Karte.

Die treusten Anhänger der Deutschen Bank sind mittlerweile wohl die Satiriker. Kein anderes Unternehmen wurde in den vergangenen Wochen so ausgiebig und vielseitig durch den Kakao gezogen. Hier ein kleiner Überblick:

Extra3, die Satiresendung des NDR hat dem Institut gerade erst einen ganzen Song gewidmet. „Sie ist die Skandalnudel unter den großen Geldinstituten. Immobilienbetrug an Kunden, Fehlberatung, Geldwäsche in Russland, Zinsmanipulationen. Es ist an der Zeit mal „Bankeschön“ zu sagen“, heißt es in der Anmoderation.

Der Song ist die wohl aufwändigste Persiflage auf die Deutsche Bank: Die Autoren haben das Titellied der Zeichentrickserie „Tom und Jerry“ („Vielen Dank, für die Blumen“) umgetextet. „Eine Bank, voller Loser, völlig krank vor lauter Gier“, so  geht es los und mündet in die Forderung: „Nadelstreifen-Nieten, die sich verspekulier’n, ihre Kunden schlecht beraten und ruinier’n, und so manchen Zinssatz heimlich manipulier’n, dafür sollte man Euch eine schmier’n.“

Da sind die Kabarettisten gnädiger als die Satire-Seite Postillon aus dieser Woche, die die Bank gleich kollektiv in einen Knast umwandeln wollte mit Sippenhaft für alle Deutsche-Bank-Angestellten. („Das Strafmaß der früheren Mitarbeiter der Deutschen Bank und heutigen Insassen der 'Haftanstalt Westend-Süd' soll pauschal nach der Position im Unternehmen gestaffelt werden.“)

Die Liste wäre nicht vollständig ohne die „heute show“, die die Deutsch-Banker angesichts ihrer zahllosen Scharmützel mit der Justiz vor kurzem pauschal zu einer Gang erklärte, vor der selbst kolumbianische Drogenkartelle zittern.

Seite 1:

„Deutsche Bank, ihr seid Loser“

Seite 2:

3,5 Milliarden für Rechtsstreitigkeiten

Kommentare zu " Satiriker zu Fitschen und Jain: „Deutsche Bank, ihr seid Loser“"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%