Schadenersatz
Apobank verlangt Millionen von Ex-Vorständen

Die Apotheker- und Ärztebank plant Millionenklagen gegen fünf ehemalige Vorstände. Hintergrund sind riskante Wertpapiergeschäfte, durch die der Bank 2009 erstmals in ihrer Geschichte Verlust entstanden war.
  • 1

FrankfurtDie Apotheker- und Ärztebank (Apobank) will fünf ehemalige Vorstände auf 66 Millionen Euro Schadenersatz verklagen. Diese Summe nannte Vorstandschef Herbert Pfennig dem Handelsblatt am Rande einer Presseveranstaltung. Die Klagen sollten in den nächsten Tagen eingereicht werden, hatte Pfennig zuvor angekündigt.

Die Bank und ihr Aufsichtsrat werfen den Ex-Managern den Kauf riskanter strukturierter Wertpapiere vor. Diese Wertpapiere hatten dazu beigetragen, dass der Bank 2009 erstmals in ihrer Geschichte ein Verlust entstanden war. Gespräche über eine mögliche gütliche Einigung hatte es im Vorfeld gegeben. Allerdings hatte die Managerhaftpflichtversicherung eine aus Sicht der Bank zu niedrige Vergleichssumme geboten.

Bei den fünf nun verklagten Vorständen handelt es sich nach früheren Angaben der Bank um den ehemaligen Vorstandssprecher Günter Preuß, ihren Ex-Kapitalmarktvorstand Harald Wilsing, der das Engagement in strukturierte Wertpapiere bei der Apobank überhaupt erst salonfähig gemacht hatte, den Ex-Risikovorstand Günter Herion, den man im November 2009 abberufen hatte, sowie die Ex-Vorstände Gerhard Girner und Werner Schuster.

Immerhin hat die Apobank nach ihrem missglückten Ausflug an die Kapitalmärkte in 2009 im vergangenen Jahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Vorstandschef  Pfennig berichtete am Montag in Frankfurt über einen Jahresüberschuss von 53 Millionen Euro. Mit dem nun erzielten Ergebnis ist die Apobank aber nicht zufrieden: „Das ist noch nicht der Spitzenwert, den wir uns vorstellen“, betonte Pfennig.

Seite 1:

Apobank verlangt Millionen von Ex-Vorständen

Seite 2:

Kommentare zu " Schadenersatz: Apobank verlangt Millionen von Ex-Vorständen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Diesen Manager gehören in den Knast. Die Zeiten der schadlosen Gier ist vorbei.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%