Schadenersatz

Schickedanz reicht Milliardenklage ein

Madeleine Schickedanz hat eine Milliardenklage beim Landgericht Köln eingereicht. Sie sieht sich von Sal. Oppenheim und ihrem Ex-Vermögensberater falsch beraten. Hintergrund ist ihre verlustreiche Arcandor-Beteiligung.
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Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz hat ihre angekündigte Schadenersatzklage eingereicht. Quelle: dpa

Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz hat ihre angekündigte Schadenersatzklage eingereicht.

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KölnQuelle-Erbin Madeleine Schickedanz hat ihre angekündigte Schadenersatzklage gegen das Bankhaus Sal. Oppenheim und ihren ehemaligen Vermögensberater Josef Esch beim Landgericht Köln eingereicht. Vertreter aller Beteiligten bestätigten am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der „Kölnischen Rundschau“.

„Wir können grundsätzlich bestätigen, dass die Klage nunmehr eingereicht worden ist“, sagte Felix Hechtel, Rechtsanwalt der Nürnberger Kanzlei, die Schickedanz vertritt. Zum Inhalt wollte er keine näheren Angaben machen, da mit Sal. Oppenheim derzeit Vergleichsverhandlungen „über die Lösung der bestehenden Streitfrage“ geführt würden.

Schickedanz hatte sich in großem Stil an dem 2009 zusammengebrochenen Handelskonzern Arcandor (früher KarstadtQuelle) beteiligt. Durch die Insolvenz von Arcandor verlor sie fast ihr gesamtes Vermögen und verlangt nun auf dem Klageweg ihr Geld zurück, weil sie falsch beraten worden sei.

Nach einer früheren Mitteilung des Kölner Oberlandesgerichts (OLG) fordert Schickedanz insgesamt 1,9 Milliarden Euro. Beklagt sind unter anderem Sal. Oppenheim und der Immobilienberater Esch. Deren Sprecher wiesen die Vorwürfe zurück.

„Die von Frau Schickedanz erhobenen Vorwürfe sind für uns nicht nachvollziehbar und werden vom Bankhaus zurückgewiesen“, teilte Sal. Oppenheim mit. „Zu näheren Details werden wir uns mit Rücksicht auf das laufende Verfahren nicht äußern.“

Das OLG hatte im Februar entschieden, dass der Fall vor dem Landgericht Köln verhandelt werden soll. Schickedanz hatte zuvor beim OLG beantragt, den Gerichtsstand festzustellen, da die Beklagten in unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen ansässig sind. Ein Sprecher des Kölner Landgerichts wollte zu Eingang und Inhalt der Klage am Mittwoch keine Angaben machen.

  • dpa
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